Viele schöne Bilder habe ich in Hamburg geschossen, die Rennen genossen, welche manche Jockeys zerschossen, der Regen hat das Geläuf zum Derby begossen, Zuschauer durften die Jagdrennen nicht sehen und gingen verdrossen, Wetter sahen ihre Träume verflossen und Kamsin hat nicht .... geschietert! Hier einige Bilder zum Dampfablassen, zur Freude und zum Schmunzeln.
Ein Ärgernis in Horn ist jedes Jahr, dass es den Zuschauern verwehrt wird, nahe bei en Rails die Jagd- einschließlich Seejagdrennen zu sehen. Früher ließ man niemanden durch - so konnte man nur durchs Gebüsch neben dem Klowagen zu den Besuchern der Derbylounge kommen und stritt sich darum, ob man dort auf dem Sandhaufen (nein, kein totgeschossener Hase) stehen darf, wo vor kurzem die junge Dame ein paar Kinderschuhe plazierte, um ja nicht auf dem Berg gestört zu werden. Bald lagen die Kinderschuhe unten und ich stand oben, die Frau fing an zu toben...
So bemängelte Chapman schon, dass am See unheimlich viele Zuschauer standen - zu suchen hatten die dort nichts. Man kommt aber hin, wenn man entweder sein Auto im Gelände stehen hat und dies mittels Parkausweis nachweisen kann (komisch, dass gerade zum Jagdrennen alles zum Auto muss) oder man den Ordner kennt. So sah ich die Abweisung eines Vaters mit 2 Kindern - eine Dame hielt sich zurück bis die nicht Hineingelassenen ausser Sichtweite (kurzer Blick hinterher, dann nach links und rechts - der Blick verharrt misstrauisch beim mir - und nach kurzem Blickkontakt der Beiden ein bedeutendes Kopfnicken) und kam dann ohne Nachweis hinein; vielleicht kam der Order bei der Dame auch umsonst hinein. Ein Legitimation hatte sie jedenfalls nicht. Hier ein paar Bilder dieses Ärgernisses:
Übrigens: die Dame im rechten Bild ist jene, die im besonderen Verhältnis zu dem links stehenden Ordner steht...
Das Thema Ordner war schon seit langem ein Thema. So schafften es die Ordner nicht, alle Fotografen von den gefährdeten Zonen fernzuhalten. So mußte der Präsident des HRC, E.A. Wahler höchstpersönlich bitten, den Bereich zu verlassen. Einer tat sich - man sieht es ja schon - schwer. Da konnte auch unser Manni nicht an sich halten und fragt ihn, ob er denn Pferdehasser sei und deshalb die Aufforderung zur Räumung des Platzes missachtete:
Und nun endlich zu den Einläufen. Ich glaube, dass man nirgends in Deutschland derart viele enge Zieleinläufe sieht wie in Hamburg. Das hat in erster Linie damit zu tun, dass in Hamburg fast nur Könner im Sattel sitzen und andererseits es eine Rechtsbahn (rechts herum) ist und die Pferde so auch an den Rennverlauf gewöhnt sind. Schauen Sie sich diese tollen Bilder an(Wenn Sie den Cursor auf das jeweilige Bild halten, wird nach wenigen Momenten der Titel des Bildes angezeigt):
Start und Ziel des ersten Rennen des Meetings 2008 (meine Kamera war noch nicht ganz fit...)
2. Rennen kommt der Sieger aussen mit Riesenspeed 9. Rennen alle Pferde im Endkampf![]()
2. Renntag: 29. Juni 2008
1. Rennen: 5 Pferde um Platz 2 3. Rennen: Toller Sitz von Manuela Murke auf dem Zweiten
6. Rennen Beltana nach cleverem Ritt von Henk Grewe 7. Re: Egerton(Nr5), Eisenhart der Alte vor It´s Gino und Adlerflug
9. Rennen: Bella Platina früh Sieger, Platz 3 umkämpft 10. Rennen lange war alles offen![]()
3. Renntag am 1. Juli 200(
1. Rennen Sieger klar voraus 3. Rennen: der Sieger löst sich, innen wird nur Vierter
Sie kennen doch den Beruf des Optikers. Bundeweit wird hierzu als Schulbildung ein “sehr guter Hauptschulabschluss” als Mindestmaß gefordert. Da ist Hamburg weit voraus! Hier kann jeder Optiker werden. Ob Gymnasiast oder ohne Schulbildung. Das ist in Hamburg völlig ohne Belang! Denn hier darf jeder Papiersammler werden, wie man in Hamburg auch sagt Papier “op tiken”. Also ein Optiker sieht so aus:
Der Optiker (op tiker = auf sammeln ) 7. Rennen: Überraschung durch LimatusAuch zum Ende des Renntages hart umkämoft das 9. Rennen und das abschließende 10. Rennen
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Halbzeit am 2. Juli mit diesen Einläufen:
1. Rennen 4. Rennen
5. Rennen und dann das auf Platz ein hart umkämpfte Rennen Nummer 7...
wo nicht weit dahinter ebenfalls hart gerungen wurde. Während im 8. Rennen 9 Pferde den Endkampf bis kurz vors Ziel bestritten
Dramatischer Endkampf im 9. Rennen und auch im 10. war auf den Geldrängen lange alles offen![]()
Keine Bilder dann vom 4. Juli 2008 - dafür fehlen am 5. Juli nur 2 Einläufe
Klarer Einlauf im 1. Rennen; im nächsten Rennen war auf Platz Zwei erst 50 Meter vor dem Ziel die Entscheidung ziemlich sicher
Feine Studie im 7. Rennen: niemand sitzt so tief wie “meine” M.Murke - aussen kommt Fahr Royal (Kopf) und im 8. gewinnt man innen
Klarer Fall im 9. Rennen und ein Endkampf der von den Stühlen riß im 10. Rennen, Platz 1-2 und dahinter 4 Pferde unter dem Handtuch
Schlechter Start von Carrie Anne mit Azubi M. Klitzsch. Da fehlt noch die Routine, das passiert fast nur unerfahrenen Reitern. Dennoch hatte das Pferd genug Power um - sehr schnell und früh vorgetragen - an dem Feld vorbeizugehen und am Ende noch einen nicht erwarteten 3. Platz zu belegen. Da weiß man garnicht ganz genau: war es ein guter Ritt oder hat die junge Dame nur genug in der Hand gehabt, um trotz überstürzt vorgetragener Aufholjagd dann am Ende ganz vorne dabei zu sein. Wenn man über die bisherigen Rennen sich ein Urteil über die Nachwuchsreiterin machen will, sieht man, dass kaum ein Azubi mit so wenigen Ritten so viele Erfolge auf den ersten 3 Plätzen feiern konnte. Das Mädchen hat Herz und Mut. Ob sie dann auch ohne Gewichtsvorgaben noch vorne mit- mischen kann, wird sich zeigen. Zuzutrauen ist es ihr. Aber leider werden die “Mädchen” unter Normalgewicht irgendwie von den Trainern vergessen (siehe Frau Fey).![]()
Derbytag in Hamburg-Horn:
Und gleich im ersten Rennen ein Einlauf unter dem Handtuch und klare Verhältnisse im 2. Rennen
3. Rennen der Sohn des bekannten A. Tylicki gewinnt während 4. Rennen und hier früh alles klar.
Manuela Murke den 3. Platz verpennt. So ist sie halt Top oder Hopp
5. Rennen und wieder alles dicht geknubbelt auf Platz 3 ff im 7. Rennen Endkampf bis zur Linie (ohne Umfallen)
Derby:
Pünktlich mit dem Aufgalopp kam ein kurzer, aber kräftiger Regenschauer, der dem gut präparierten Boden aber nichts anhaben konnte. Die Hamburger nahmen es hanseatisch cool: Wer keinen Schirm hatte zog sich selbst den Stuhl unter dem Hintern weg und beorderte ihn an die gegenteilige Stelle des Körpers. Doch dann war der Regen verpustet und das Rennen der Rennen konnte gestartet werden:
Deutsches Derby 2008: viel hat sich vom Start bis ins Ziel nicht veränder. Ostland (wird 2.) nimmt die Spitze vor dem ebenfalls von Schiergen trainierten Kamsin, der das Derby eindrucksvoll gewinnt. Liang Kay in 3. Reihe innen 7. nach dem Start erhielt sicherlich eine etwas zu offensive Order. So konnte der Speed des Pferdes nie so recht entfaltet werden und am Ende kam Top Lock - Bei der ersten Passage schon Dritter - nach kleiner Schwächeperiode wieder und holte sich exakt den 3. Platz. Also die Start 1-2-3 Pferde waren im Ziel 2-1-3. Eine Folge eines guten Tempos der beiden Derby-Ehrenpreisempfänger.
Einmalig in der Derbygeschichte: 3 Derbysieger in 8 Jahren für einen Besitzer ohne eigenes Gestüt! Kamsin mit Starke für Gärtner & Co unter dem Decknamen “Stall Blankenese”. Herzlichen Glückwunsch demTrainer, der als Reiter niemals das Derby holte...