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Dilettanten wohin man guckt: Haben Sie am 26.09. auch den Preis von Europa geguckt? Und was war mit der Viererwette? Wie, Sie wußten nicht ob nun im 5. oder 6. Rennen? Na, da waren Sie ja nicht alleine! Denn das “Direktorium” wußte es auch nicht!
Die Viererwette war für das 6. Rennen angesagt Bis unmittelbar zum Start des 5. Rennens aber wurde im Laufband angekündigt, dass bei der 4-Wette im 5. Rennen (ja, im fünften! Rennen) die Garantieauszahlung 50.000 € beträgt.
Nicht schlimm, vielleicht. Aber es ist doch symptomatisch für die „Professionalität“ des „Verbandes“, der die Geschicke (ungeschickt) und amteurhaft lenkt.
Lassen Sie mich eine Idee kurz skizzieren:
Wir haben (noch) über 20 Bahnen in Deutschland, die mehr oder weniger regelmäßig Galopprennen veranstalten. Dort stehen fast ausnahmslos Kameras herum, die in der Qualität nicht an das herankommt, was viele von Ihnen als Hobbykamera zu Hause haben. Wahrscheinlich hat ein einziger Profi-Fotograf mehr in sein Gerät investiert, als die Rennbahn - auf der er fotografiert - in ihr Kamera-Equipment.
Three steps to heaven:
Step ONE Ist irgend jemand mal auf- oder eingefallen, dass es doch nur (maximal und Renn-täglich) 3 Bahnen gibt, von denen man Bilder auf die Menschheit loslässt? Wieso kommt keiner auf die Idee, dass der „Verband“ mal 12- 15 Profikameras anschafft und den 2, 3 veranstaltenden Rennvereinen die benötigte Anzahl Profi-Kameras zur Verfügung stellt. Dann hätten wir schon mal wenigstens farbgetreue und scharf zeichnende Bilder auf dem Schirm.
Step TWO Es muss doch in diesem Lande wenigstens so viel gute Kameraleute geben, wie Fotografen! Von Letzteren laufen 8 – 10 auf der Bahn umher; es werden aber nur 3- 4 Filmleute für die Übertragungskameras gebraucht. Man könnte z.B. vom Fernsehen Kameraleute – da gibt es über 500 (sagt man mir) allein schon in Deutschland – anheuern, die „nebenberuflich“ die Kameras auf den Bahnen führen. Nebeneffekt übrigens: man hätte ein paar Füsse in der Tür der Medien!!! Vielleicht drängen diese die “Fernsehmacher” zu spannender Unterhaltung statt “Doku-Soaps” mit denen wir uns selbst als Volk von Proleten, Schreiern und Idioten scheinbar stolz präsentieren.
Und diese Leute (also nicht die Proleten, sondern die Kameraprofies) schickt man dann vom Direktorium gelenkt auf die 2-3 Bahnen, die Bilder übertragen. Und schon haben wir beste Qualität – wie in Frankreich oder England.
Exkurs: Oder HD-Bilder wie in Schweden. Refenrenzbilder finden Sie hier (siehe ganz unten) - danke Flo!!! Ich habe gestern Abend länger alte Schweden-Trabrenn-Bilder geschaut als Fernsehen.... So fesselnd waren die Bilder: Zuschauer, Pferde, Rennbilder total, Nahaufnahmen, durchs Feld gehuscht und auf die Spitze, den galoppierenden Favoriten in Grossaufnahme und ein paar bangende Zuschauer, jubelnde Fahrer in Nahaufnahme und alles bei Auflösungen, die den Bildschirm meines Laptops stöhnen lassen. Die halbe Qualität hätte gelangt und ich wäre zufrieden! Man konnte ja tatsächlich die Augenfarbe der Menschen erkennen - auf unserer Bahn nicht mal die Farben der Blusen der Jockeys. Man würde sich der Chappi freuen, wenn er mal die Rennen in Schweden kommentieren dürfte! Ende Exkurs!
Diese (Kamera-Führungs-) Profis würden dann bald fordern, dass man einen - Step THREE - Regisseur pro Bahn braucht, der den Kameraleuten Anweisungen gibt und die Bilder auswählt, die man über das Land verteilt. Und schon hätten wir die Spannung und Dramatik eines Rennens in die Wohnzimmer transportiert. Diese zeigen uns als sportliches Land mit unserer eigentlichen Stärke: willensstarke Kämpfer und Qualität a la “Made in Germany”!.
Ist darauf wirklich noch niemand gekommen? Wie wollen „wir“ denn weiter kommen? Und hätten wir einen Regisseur – dann hätte man den Fehler bei der Einblendung sicherlich bemerkt und keinen Wetter irritiert.
Mehr Ideen? Ja, in 2 – 3 Wochen bin ich mit der nächsten Idee soweit. Die Produktion läuft, die Bilder folgen! Bis die Tage
Ihr Holger Mußwitz
PS.: Hätte ich dies als offenen Brief formulieren sollen? Darauf reagiert das Direktorium wenigstens.
Nachsatz zum Thema Deli- oder doch Dilettant? Natürlich weiss ich es. Dilettant - und dennoch habe ich es zuerst verdusselt.
Nun, als Entschädigung der Spruch, der von einem Berliner Pissoir (seh´n Sie, es geht doch) stammen soll. Und wer “berlinern” kann, sollte den Dialekt unterlegen, dann klingt et wie Opa 1953 “jesacht”:
“Och in dieser edlen Kunst jibt es Dilettanten, Künstler machen in det Loch, Stümper uff de Kanten”
Janz Berlin is eene Wolke und et hat jerocht...
Wenn Sie mal sehen wollen, was die Schweden dazu technisch ins Netz stellen, schauen Sie mal hier:
http://anytime.tv4.se/webtv/?treeId=9091
und dann klicken Sie auf "Fortsetzing"
Dann links im Auswahlfeld irgend eine Rennkonserve anklicken....Vollbild.... und genießen...
Die senden mit bis zu 5300 kb!!
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