10.04.10:
Gut, da hat man Standard Lüttich auseinandergenommen. Aber wer ist Standard Lüttich?

Grund genug für Bruno-Laberdia, es den Kritikern zu zeigen. Der HSV ist im Viertelfinale und man tut so, als ob der HSV auf dem 18. BL-Tabellenplatz steht. Rotzfrech der Kleine.

Bleiben wir auf dem Teppich und heben nicht mit Bruno ALI ab: der HSV ist nach wie vor einer der schlechtesten Mannschaften der RÜckrunde: nur 12. Platz und nur 5 Punkte vor dem gefährlichen 16. Platz. Also anstatt das Gehirn einzu-schalten, redet der Trainer dummes Zeug.

Wer genau hingeschaut oder auch hingehört hat, stellt fest, dass einige HSV-Spieler keinesfalls dem Trainer die Lorbeeren zuschieben. Es bleibt dabei: Der Trainer ist für die Taktik veranwortlich und hat auch die Verpflichtung, die Abwehrschwäche des Hintermannschaft auszumerzen. Es gibt keine Fakten, die Bruno als Spitzentrainer ausweisen. Das er engagiert ist, OK. Aber das war Doll auch, aber doll war das ebensowenig wie das, was man heute erlebt. Schauen wir voller Hoffnung nach Bochum. Doch so richtig glaubt keiner an einen Sieg...


04.04.10:
Gegen den Tabellenvorletzten, dem gefühlten Tabellenletzten - spielt der HSV sein (also Bruno´s) Spiel: den Gegner langsam nach hinten drängen und wenn die Mauer dick genug ist, wird “rund um den Mittelkreis” gespielt. Wenn schnell, dann ist der Ball ebenso schnell verloren. Dafür schaffen es 7 HSVer nicht, 4 Angreifer in den Griff zu bekommen. Gott sei Dank hat man Chopo an den Club und nicht an 96 ausgeliehen, die aber bestenfalls 69 wert sind. Der HSV mit 60% Ballbesitz - 100% nützen auch nichts, wenn man den Ball nicht ins Tor bekommt. In der ersten Hälfte jedenfalls waren die 40% 96er gefährlicher. Allein Berg verdient eine gute Note, wenn man ihm auch an der Gestik anmerkt, dass er Angst hat, in der Halbzeit weichen zu müssen: jede Mini-Chance quittiert er mit einer ärgerlichen Geste. Immerhin: in dem Mann steckt Energie. Wenn BL den mal über 3,4 Spiele durchspielen lassen würde, ergäbe sich nicht nur mehr Verständnis mit vN, sondern auch Selbstvertrauen.

Mit Grauen denkt man an die nächsten 45 Minuten.

Da warf der Schiedsrichter den ersten Stein, besser gesagt den Stejner vom Platz. Vielleicht hat das - so unglaublich es klingt - dem HSV den Punkt gerettet. Der Kopf vom Trainer wird gefordert.... getroffen hat aber erst mal ein HSV-Spieler und zwar - leider - erst nach dem Spiel: einen Zuschauer mit seiner Liter-Trinkflasche (gefüllt!!!) an den Kopf. Schwere Körperverletzung und Beleidigung dazu. 3 Spiele Sperre und 100.000 € für Gueruero bzw. für den HSV; so man dies zur Anklage bringt.

Das der Herr Präsis keine Ahnung vom Fußball hat, hat er ja schon gesagt (als er der Mannschaft voller Nationalspieler die Schuld gab). Wenn Vettel das Gaspedal nicht findet, hat nicht das Auto Schuld, sondern der Fahrer. Beim Fußball muss der Trainer die Spieler (symbolisch) treten: siehe Magath...

Nun brachte sich auch noch Matthias, der Sammer, als Sportdirektor ins Spiel. Oder als Trainer? Nein, er will wohl Beides und der DFB hat ja wohl Kahn schon in Hinterhand. Da wird gezockt, dass kann ich Ihnen sagen.

Am Donnerstag sehen wir dann den Tod des HSV - es sei denn, es passiert ein kleines Sammer, pardon, Wunder.

01.04.10:
Unter diesem Trainer geht nichts mehr. Was kommt denn dabei raus, wenn die HSVer 3-4 Minuten vor der zusammengepreßten Standard-Elf den Ball hin und her spielt? Nix! Irgendwann verliert man den Ball so und so und schon war das 0:1 fällig.
Natürlich werden viele sagen: na die führen doch. Ja das stimmt wirklich, aber was hat sich am Spiel des HSV-Labadia geändert? Nichts, rein gar nichts. Der Kommentator: die “Große Freiheit beginnt im 5-Meter Raum des HSV”. Dem ist nichts hinzufügen. Die Abwehr rennt wie die Hasen auf der Hasenjagd.

Was soll der HSV tun? Nun, wie gesagt. bis Mittellinie oder kurz davor spielen bevor der Gegner sich massiv aufbaut und dann der Pass nach vorne in die Lücken - die dann noch da sind. Sicherlich wird man häufiger den Ball verlieren, aber dafür ist das Mittelfeld zuständig, die Räume zu verstellen und den Ball wieder zu holen. Und wenn man mal durchkommt: Van Nistelrooy, was denn sonst?

Petric? Nun, der 11er war symptomatisch: wer die letzten 11er des HSV gesehen hat bliebt als Torwart stehen... Gott sein Dank habe ich noch keinen Grund Opas (Klo-)Spruch herauszuholen: “Auch in dieser edlen Kunst, gibt es Dilettanten, Künstler machen in das Loch, Stümper auf die Kanten”.

Schade, dass die HSV-Führung hier nichts erkennt und bayern-like auch wenige Tage vor Saisonschluss nicht die Reißleine zieht. Da werden Millionen verbrannt und ein Spielerverkauf steht an. Wer? Guy? Troche? Auf jeden Fall Boateng und wohl auch Aogo. Schade, schade..

Aber noch ist nur Halbzeit und die Hoffnung stirbt auch bei mir zuletzt.

28.03.10:
Noch vor 5, 6 Wochen hatte man meine Kommentare kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen. Abstiegsanst 2010/ 11? Lächerlich? Doch bis auf Herrn Hoffmann - dem angeblichen Boss des HSV - hat alle Welt begriffen: da stimmt was nicht.

Hoffmann gibt seinen “10-National-Spielern” die Schuld, die nicht ausreichend laufen. Ja wohin denn? Am Mittelkreis: Ze Roberto über 5,14 Meter schön zu Jarolin. Der zurück. Und wunderbar der nochmalige Pass über 5,14 Meter auf dem gleichen Wege. Man schiebt sich so langsam um den MIttelkreis herum. So geht das Labbadia-Spiel. Warten auf den freien Raum

Hat denn keiner Schalke - Bayern gesehen? Oder Barcelona? Wie spielt man International? 40, 45% Ballbesitz. Länger nicht. Kostet unnötig Kraft. Pass 1, Pass 2. 3 Spitzen aufgereiht und alle sprintbereit. Dann der Pass in den freien Raum.... TOOOR. Doch beim HSV? Van Nistelrooy hat es oft genug versucht. Startet ständig in die freien Räume. Gibt Pässe dorthin. Doch Labbadia will Ballbesitz bis der Gegner einschläft... Pässe in den freien Raum hat man nicht geübt! Aber Ballbesitz, 55, 60%. Wieviel Punkte gibt es dafür?

Happel hat Pressing erfunden (Mittelfeld greift den Gegner im Mittelfeld schon an). Labbadia das Stumpfing. Den Ball solange hin und her bis der Gegner komplett und dann die Lücke. Welche Lücke? Der Gegner wurde regelrecht (an die Strafraum-) Wand gespielt. 10 Gegenspieler vor 5 HSV-Angreifern. Und dann Ballverlust und Konter... TOOOOR... für den Gegner. 1:0 Gladbach.

Was fiel heute noch auf? Van Nistelrooy raus - Guerrero rein. Was für ein Griff in die Mottenkiste! Der Unruhestifter gegen den Flughasen. Der fiel durch die hellblauen Schuhe durchaus auf. Hach, hätte ich doch gerne mal seinen rosa Schlüpfer gesehen; wäre das schön! Ach näh, waren die Gegner unfein zu ihm. So grob! Schubsen sie ihn um. Ich glaub´es nich... Dabei wissen die doch von seiner Flugangst!!!

Und dann wäre da Pitroipa. Ist der Süss! Fein spielt er sich im Strafraumeck nahe der Eckfahne gegen 2 Mann frei (na gut, eigentlich haben die Gegner den Ball vor Lachen verloren) und dann der herrliche Pass - quer über den Platz... zurück zum Mittelkreis. Dazu zwei blitzsaubere Empfehlungen für die deutsche Handball-Nationalelf. Hat sich eigentlich schon ein 3-Liga Verein nach der Ablöse erkundigt? Wir verschenken Pitti..

Tor...un? Lieber würde ich es riskieren, die anderen unter 20-jährigen Spieler zu bringen:
Schulz, Dettmann oder Groß.

Trochkowski auch mit manch einer Glanzleistung. In Strafraumnähe schiebt er den Ball etwa 2,54 Meter nach links. Nur Pech, dass dort keiner steht. Kein Freund, kein Feind.. Aber die Gladbacher haben ja Beine und zwar zwei je Person. So erläuft sich ein Gladbacher den Ball, der partou nicht den Blicken des Passgebers folgen wollte...

Was hat diese Glanzleistung damit zu tun, dass der HSV 10 Nationalspieler auf dem Platz hat? Wenn Sie einem Handwerker eine CAD-Maschine an die Hand geben, dann wird er die Maus dazu benutzen, um Nägel in die Wand zu schlagen, anstatt den Computer auszureizen. Das ist die Metapher, über die Hoffmann & Co mal nachdenken sollte. Und dann sollte man mittels des angesprochenen Computers mal gucken, welche Trainer international noch frei sind, um die internationalen Plätze wenigstens noch zu erreichen. Denn in den nächsten 3 Wochen stehen mit Hannover, Bochum und Mainz echte Prüfungen an. Also so eine Art Vor-Prüfung auf die 2.Liga-Saison. Standard Lüttich haut uns eh weg. Wech wie nix, auch ohne Maus.

Ach ja noch eines: Fragen Sie mal van Nistelrooy - oder wem auch immer. Beim Training wird gelabert und gelabert. Der Trainer hat doch nicht mehr die Spieler von Greuther Fürth zu beaufsichtigen, sondern die Kondition und Technik von mehr als 10 Nationalspielern zu verbessern. Kaum ein hoher Ball wurde richtig eingeschätzt, keine Taktik erkennbar. Und wenn vN es so sieht, dann wird da ja wohl was dran sein. Nur Fragen müssen Sie! Aber - Widersacher schickt man am besten in die Kabine, so wie vN (van Nistelrooy) - Trainer schickt man auch, allerdings in die Wüste...

20.02.2010: Was ist da los? Konzeptionslos!
Jetzt soll keiner kommen und sagen “die hatten ja vor 2 Tagen ein Spiel. Man hatte ja einiige geschonte Spieler auf dem Platz. Vorne stehen die HSV-er vor einer Linie Frankfurter Würstchen von links nach rechts und - gotteswillen - zurück. Taktik? Ja, Frankfurt zieht immer 2 Mann aus der Abwehr nach vorne und dies solange, bis man den Ball hat. Dann geht es nach vorne - gemächlich, sonst hätte der HSV verloren - und man steht vor einer Linie HSVer. Allerdings kommt da keiner aus der Abwehr heraus, sondern das Mittelfeld läuft quasi im Niemansland zwischen F-Sturm und H-Abwehr. Taktik? Nee, wo denn?

Im Gegenteil, wenn der Gegner konsequenter und mutiger wäre, dann hätte man bei den vielen geglückten Pässen zwischen die HSV Linie (in den Raum gespielt) nicht nur 1 Tor geschossen.

Hat der Trainer noch nicht gemerkt, dass viele Angriffsformationen wie ein “W” gestaltet werden? So hat man alle Optionen, 2 Aussen, 1 Stürmer in der Spitze und 2 Spieler dahinter, die einerseits die weiten Rückpässe und andererseits die Möglichkeit des Vorstosses in die Räume. Da helfen auch 2 Millionen für Van Nistelrooy leider nichts. Ich hoffe, dass die Spieler endlich mal - so wie jüngst schon von Janssen angedeutet - mal den Mund aufmachen. Es geht letztendlich auch um deren Geld!!!

So, lieber HSV-”Macher” spielen wir im nächsten Jahr gegen den Abstieg und heuer keinesfalls um die internationalen Plätze. Jetzt fehlt uns der Felix. Schade, schade, schade.

14.04.2010: Van-tastisch
Es schien alles so klar: keine Linie, ein Debakel bahnt sich durch die Reihen des HSV an, namens VfB Stuttgart.
Und plötzlich steht es 0:1 für den HSV... und natürlich war es der immer noch nicht ganz akzeptierte Weltklasse-Mann Berg, der eben zeitweise noch durch Täler muss. Sein 4. Saisontreffer und das mit viel Selbstvertrauen. Kein Gramm Ruhe kehrt in den HSV ein, ganz im Gegenteil. Rozehnal ist der Einzige, der einigermassen Durchblick hat. Kaum mal gelingt es dem Mittelfeld oder der  “Verteidigung” genau dort zu stehen, wohin der Ball geht. Durch Spielverlagerung zwingt der VfB 7, 8 HSVer in die Mitte und flankt dann nach aussen und retour ... es brennt vor dem 1:1 und erst recht danach. Nichts, rein gar nicht mehr nach vorne. Man (Mama... äh, nee Laba_mia) bringt Torun und der nichts zustande. Hemmt das Spiel und dann kommt van Nistelroy und Tesche (der wohl sein bestes HSV-Spiel heute machte). Kurz gesagt: einmal kam vN durch feines Auge in gute Position und schon gucke Lehmann ins Netz, wo der Ball lag. Frei nach vN-Art ein zweites Mal und schon führte und gewann der HSV nicht nur das Spiel, sondern sogar seine Linie in den letzten 15 Minuten wieder. Das Alphabet beim HSV scheint bei “V” zu beginnen und zwar van der Vaart vor van Nistelroy. Da könnte man doch glatt SKY abonnieren - wenn die nicht Mondpreise hätten. Weiter so Jungs, dann kann ich meine Schuhe im Keller lassen...


HSV und Labbadia

Ich kann dieses gejammere ob der vielen Verletzten nicht mehr hören! Man sollte den Tatsachen mal langsam ins Auge sehen. Der HSV hat 5, 6 Spieler, die in jedem Verein und in jeder Liga spielen können auf dem Feld - und spielen das Schema Leverkusen 2008: viel Laufen, schnell abgeben (was Magath schon als Spieler vormachte und an und für eine gute Taktik wäre), notfalls quer oder besser sogar 40 Meter zurück! Vorne warten Weltklassestürmer. Stürmer bedient man mit Flanken von aussen von der Grundlinie a la Charly Dörfel oder Manni Kaltz oder mit Pässen in die Tiefe. Nicht so im System Labbadia: alles bewegt sich, vier fünf Leute müssen in Positionen laufen, die geeignet sind um angespielt zu werden. Das kann keine Mannschaft dauerhaft bringen. Das kostet Kraft; Kraft die in der Sekunde fehlt, in der man explodieren muss und die - der HSV verliert die meisten Punkte in den letzten 20 Minuten - spätestens zum Spielende fehlt.

Fußballtaktik kennt Strukturen (Abwehr, Mittelfeld und Sturm) je nach Situation des Spielgeschehens: in einer Linie oder gestaffelt. Beim HSV sieht man wirr durcheinanderstehende Reihen. Spätestens wenn der Gegner angreift sieht man - gerade in den ersten 45 Minuten gegen Wolfsburg allzu deutlich - den Gegner in einer Reihe im Sturm: meist 3 Spieler in Linie. Dahinter das Mittelfeld: 2, 3 oder 4 Spieler gestaffelt die den Ball in aller Seelenruhe von rechts nach links schieben. Der Gegner steht fast, trabt allenfalls. Der Ball läuft ... und der HSV dem Ball hinterher. Der erste HSV Spieler rennt von rechts nach links ohne in Ballnähe zu kommen, mindestens ein weiterer Spieler tut das gleiche und schon sieht es auf wie beim Schulsport. Dort wo der Ball ist oder war, stehen 4 HSVer. Dann geht der Ball in die Spitze, dort wo die Stürmer in einer Reihe standen und neben ihnen die Verteidiger des Möchtegern-Meisters HSV. Der Pass in die Tiefe trifft natürlich die Lücke in die der Stürmer hineingeht und keinen HSVer. Die Reaktion hört man durch das Stadion: Rost schreit sich die Lunge aus dem Leib!
In der 2. Hälfte hört (spätestens bei Rückstand) keiner mehr auf den Trainer und jeder spielt alles: 7 Mann greifen an und so fallen viele Tore... gegen den HSV weil die Verteidiger fehlen. Der Gegner (heute Wolfsburg) steht vorne in einer Linie, dahinter treiben 3, 4 Mann den Ball und dann kommt genau der Pass: in die Tiefe oder über aussen. Wie beschrieben. So geht Fussball - heute wie früher.

Der HSV ist mit langen Abstößen oft erfolgreich (gewesen), doch sie sollen spielen, laufen... und genau daher kommen die Verletzten: laufen, foulen, Verletzung. Ja, genau, die Verletzungsmisere liegt nicht an einer Serie von Pech, sondern an einem System, welches keines ist. Der Trainer ist zumindest in Sachen Taktik völlig hilflos - nur weil der HSV genügend Klasse in den eigenen  Reihen auf dem Feld hat, steht er so weit vorne. Objektiv gesehen, sind die Stützen der Mannschaft nur wenige Spieler: Rost, Demel, Ze Roberto, Jansen, Elia und Petric. Sicher gibt es beim HSV immer wieder Talente, die aber von den Leithameln der Mannschaft rigoros Schelte beziehen, nur weil sie allgemein (Presse, Moderatoren) noch nicht anerkannt werden. Ich denke hier insbesondere an Berg und Ricon. Ja, Ricon. Ein ganz hervorragender Techniker, der sich leider all zu selten etwas traut. Ganz stark im Dribbling und spielt - wenn er es schafft sein Hirn auszuschalten - nur nach vorne. Doch wehe ein Pass geht daneben. Da gibt es deutliche Zeichen und Worte der Führungsspieler. Unter diesem Druck (ein guter Fußballer braucht kein Hirn, sondern Instinkt* ist schon Zidan gescheitert und auch ganz früher Labbadia als er Spieler beim HSV war. Nicht ohne Bemerkung will ich Aago und Boateng lassen. Sicherlich tolle Spieler, die aber noch jung sind und nicht den Charakter haben können, als Führungsspieler die Mannschaft zu führen. Helfen können Sie der Mannschaft dennoch. Ob sie führen können, wird man - leider - erst in 4 bis 5 Jahren wissen. Bleibt der 11.Mann und das wäre Mathijsen (oder wie schreibt der sich). Momentan von der Rolle, sonst DER Mann in der Hintermannschaft, der Weltklasse und dem HSV sehr geholfen hat.

Verwundert mag man nach meinem eigentlichen Liebling Trochowski und dem Flughasen Guerrero fragen. Troche hat einen Klapps bekommen, als er trotz Riesentalent oft van der Vaart weichen musste bzw. nicht spielen durfte, wenn der Holländer auf dem Platz war. Man hat gedacht, man kann ihn mit Strafe (Bank) zur Leistung zwingen. Da hat man dem Mann unrecht getan und dem HSV geschadet. Ihm fehlt nun/ derzeit das Selbstvertrauen. Lieber Piotr: spiele doch einfach Alles oder Nichts, sonst kommt nichts heraus. So richtig wütend warst Du am 29.01. und hast prompt mit einem Schuss einen Punkt geholt.

Jarolim - nun ich fand ihn in Nürnberg selten stark. Beim HSV war er tatsächlich 2008/09 eine wiichtige Figur. Da habe ich gestaunt und mich riesig für ihn und den HSV gefreut. Langsam aber schwindet sein Können, vielleicht auch, weil er - wie früher in Nürnberg - oft nach hinten spielt. Er verwechselt Ballhalten mit nach hinten spielen. Pitroipa hat vom ihm viel gelernt, also das Fliegen, nur kein Fußballspielen. Ein Talent, ohne Zweifel, der aber viel zu weich ist und sich auch von Mitspielern beeinflussen lässt. Greuther Fürth würde auch gerne Leihspieler vom HSV nehmen. Was ich meine: Zweitklassig, mehr nicht und bis morgen hat der HSV noch Zeit ihn zu verleihen..

Wer vielleicht sich entwickeln kann ist Torun, auch wenn mich der junge Mann noch nicht ganz überzeugt hat, aber immerhin bin ich in Zweifel geraten. Alles oder Nichts - so geht es nur. Und wenn alles bei Ruud von Nistelrooy heil bleibt, dann haben wir eine Mannschaft, die nur vom Trainer zu bremsen wäre. Und auch Rozehnal könnte langsam das zeigen, was man von ihm erwartet.

Die anderen jungen Leute würde ich gerne immer Mal wieder in den letzten 20 Minuten sehen. Sei es Schulz, Dettmann oder Groß. Ich wette, da versteckt sich noch ein Talent und will nur entdeckt werden. Also Trainer: Mut und Zuversicht. Die jungen Leute zahlten dem HSV in der Vergangenheit schon viel zurück (ich denke an die Kaltz-Aera mit 3, 4 jungen Talenten, die alle in die Nationalelf berufen wurden!).

Thema Trainer zum Ende. Mir gefällt die Taktik nicht, ich bin nicht überzeugt, dass der HSV mit ihm ein grosses Los gezogen hat. Da sollte man kritisch abwägen. Zumal ich vom äusseren Bild her befürchte, dass die Gesundheit des Trainers in den letzten Wochen gelitten hat. Schauen Sie Herr Labbadia, sich doch mal zuhause bei stillem Wasser (also in aller Ruhe) die Spieler Ihrer Mannschaft an. Welches Urteil fällen Sie und was lernt der Trainer daraus?

* auch wenn ich kein Weltfussballer war, sondern für TUS Hamburg - wie Holger Hieronymus kickte), doch ich schoss bis zu 4 Tore pro Spiel - und bei keinem weiss ich, wie ich, langsam wie ich war, an den Gegnern vorbei kam und wie ich den Ball ins Tor brachte. Mit aller Intelligenz - nicht ein Tor versenkt: Aber ich konnte volley von der Mittellinie aufs oder übers Tor schiessen)