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Die Krise im Galopprennsport
Galopprennsport in Deutschland war zu Kaisers Zeiten in Deutschland ein Sport der oberen Zehntausend. Auf den Rennplätzen gab es - wie in Hamburg zum Beispiel - drei verschiedene Stehplatzkategorien! Sattelplatz, in Zielhöhe und mit der Möglichkeit, die Pferde vor dem Start anzuschauen. Der Zweite Platz dann Mitte des Einlaufs und ganz in der Ecke, am Anfang des Zieleinlaufs, der dritte Platz. Ich entsinne mich noch an die 70er Jahre, auch dort gab es noch eine Trennung zwischen “Steh-” und “Sattelplatz. Die “zweite” Tribüne berechtigte nicht mal zum Besuch des Sattelplatzes.
Diese Zeiten sind vorbei. Man hatte verstanden, dass es nicht förderlich ist, wenn man einzelne Besucherschichten von Teilen des Rennsports ausschloss. Dies ist z.B. eine Besichtigung der Pferde im Sattelplatz. Ein Beispiel für weiterhin bestehende Klassenunterschiede kann man in folgendem sehen: In Hamburg Horn, dort wo der Sattelplatz inmitten des Rennovals platziert ist, konnte man lange Jahre -zum Schaden des Rasens- über das Geläuf vom Steh- zum Sattelplatz gelangen. In den 80er Jahren wurde diese Regel für das “Fußvolk” unterbunden. Es war ein Riesenärgernis für die Masse der Rennbahnbesucher, dass es für die Privilegierten eine Zumutung zu sein schien, dass man den Fußgängertunnel benutzte. Nun dies hat man längst begriffen - und fängt wieder an zu vergessen.
Ich denke nicht, dass die Krise im deutschen Galopprennsport in der Hauptsache zu tun hat mit der wirtschaftlichen Situation im Lande, mit der Arbeitslosigkeit oder mit der Konkurrenz von Oddset oder der Sportwette, wie uns die Offiziellen glauben machen wollen. Die Krise ist die Folge einer Kette von Unterlassungssünden, die man so unterteilen kann:
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