Er hat schon wieder was Neues!
(Werbespruch - Blendax, wenn ich mich recht erinnere -, der in den 60-er Jahren ein “geflügeltes Wort” war - Kult würde man heute sagen)

Zu meinem Rennprogramm hier einige Erläuterungen.
Ich habe mir in den ersten Tagen der Computer eine kleine Datenbank aufgebaut. Wer erinnert sich nicht an den legendären C64 von Commodore? Die heutige Datenbank stammt konkret aus der Zeit von meinem ersten PC, einem Schneider PC 512, auf der Basis des Amstrad (noch so eine Legende - ohne Festplatte mit 160 KB Diskettenlaufwerk, später mit 20 MB - wouw, 20 MB was für ein Platz - Festplatte auf Einschubkarte für billige 600 DM von ABA in Ffm. aufgerüstet) und war eine Adaption des ebenso legendären Amstrad QL. Wer sich erinnert, damals war Speicherplatz knapp und teuer. Deshalb musste man zusehen, dass man die Datenmengen soweit zusammenschrumpfen lässt, dass jedes Bit ausgenutzt wurde. Sie alle haben das Theater mitbekommen, was man mit Millennium kurz und bündig beschreibt. Gott sei Dank hatte ich immer darauf gedrängt, dass man diese Bytes nicht einspart, so hatten meine Frankfurter Freunde keine Probleme damit, aber selbst Weltfirmen hatten die “19” vor der Jahreszahl eingespart und so einen Programmieraufwand der teils die Millionengrenze an € - na ja, damals waren es noch DM - oder $ überschritt. So sparte ich bei meinem Datenbankprogramm eben genau an diesem Datum, aus dem Wissen heraus, dass ein Pferd ja eh nur für maximal 12 Jahres (als meine Datenbank aufsetze gar nur 9 Jahre) auf der Bahn ist. So war und ist ein Renntag für mich auf der Datenbankebene nicht der 15.04.2006, sondern schlicht 46 und dieses nicht als Zahl “46” sondern als Byte 46 - für Programmierfreaks: asc(46). Auf diese Weise habe ich bis in die Bit-Ebene herunter Daten erfasst. Wer Basic als Programmiersprache, hier PowerBasic kennt, der weiß, dieses sieht Basic an sich gar nicht vor; da muss der Programmierer ganz schön Phantasie haben.

 Der Aufbau des Rennprogramms:
Das Rennprogramm ist als PDF-Datei konzipiert. Ich nehme an, jedermann hat “PDF” auf seinem Computer. Wenn nicht schauen Sie bei
www.adobe.de nach. Dort gibt es ein kostenloses Programm - Sie werden PDF immer häufiger gebrauchen. Sie brauchen aber nicht das teure Originalprogramm (in der Vollversion rund 1.000 €) zu kaufen; das kostenlose Programm reicht und ist nicht schlechter (wenn man davon absieht, dass Sie mit normalen Bordmitteln die gelesenen Dateien nicht ändern können - aber der Umweg über Word funktioniert einwandfrei...). Das Rennprogramm gibt folgende Informationen (und das völlig gratis!):

Programmnummer
Rennfarbe
(schwarzes Schild “Nichtstarter” erklärt sich selbst; weiß = Farben nicht bekannt; “?” im Bild, Muster unklar oder unbekannt; zwei oder mehr ovale Farben übereinander=Emblem nicht bekannt. Wer mir hier Ergänzungen liefern kann, weil er auf der Rennbahn die Farben oder das Emblem gesehen hat oder die Farben abweichen: you are welcome und wenn Sie mir ein Foto der Rennfarbe schicken, dann belohne ich Sie sogar mit einem kleinen Geschenk wie es von kommerziellen Anbietern als Werbegeschenk oft gemacht wird, wenn Sie mir Ihre Adress nennen.)
Namen (Pferdename, Jockey, Trainer) “*” hinter Pferdenamen = Halbblut (Name nur 16 anstatt möglicher 18 Zeichen)
Daten (Alter, Renngewicht in Kilo)
Renndaten (Wie viele Rennen gelaufen, wie viele Siege, wie viele Plätze)
Formen (die letzten 3 Formen)

Die Kürzel und Kennzeichnungen:
Derby-Nennungen oder Starts:
Pferdenamen fett und blau (“Blaues Band”); Stutenderby lila und fett (erst für das Stutenderby 2006 eingeführt, ist Stute in beiden Derbys genannt, erfolgt derzeit nur blaue Kennzeichnung).

Formen
Fünf Untergruppen, durch Leerzeichen getrennt:
Datum - Rennart - Bodenverhältnisse - Distanz - Platzierung
Datum im Format MMJJ, also Monat und Jahr, ohne Tag (wäre eh nur wichtig, wenn Start in den letzten 5 Tagen)
Arten
A-L sind Flachrennen, M-P sind Hindernisrennen
A = Ausgleich I
B = Ausgleich II
C = Ausgleich III
D = Ausgleich IV
E = Grupperennen (außer Rennen mit Kennzeichen “I” und “L”)
F = Listenrennen (LR oder NLR) oder Altersgewichtrennen mit vergleichbar schweren Gegnern
G = Altersgewichtrennen mit besseren Pferden (zwischen Sieglosen und LR)
H = Altersgewichtrennen (meist sieglose Pferde oder Pferde, die langen nicht gewonnen haben)
I = Grupperennen für ausschließlich 3jährige Pferde
J = 3-jährige Pferde besseren Zuschnitts einschließlich LR und NLR
K = 3 jährige Pferde
L = 2 jährige Pferde
M = Hindernisrennen ausschließlich für 3 oder 4 jährige Pferde
N = Hürdenrennen für ältere Pferde (soweit zugelassen 3 und 4 jährige inkludiert)
O = Jagdrennen der Klasse G und M (gute bis mittlere Klasse)
P = Jagdrennen der normalen, durchschnittlichen Pferde

Boden
f =  Werte mit 1,xx (hart, fest)
g = Werte mit 2,xx (fest bis gut)
w = Werte mit 3,xx (weich)
s =  Werte ab 4,xx (schwer bis tief, macht nach keinen Unterschied!)
d =  Sand bzw. Turf
h =  Hindernisrennen (Hürden oder Jagd)
e =  Seejagdrennen

Distanz
1000 = 1000 bis 1299 Meter
1300 = 1300 bis 1599 Meter
1600 = 1600 bis 1899 Meter
1900 = 1900 bis 2199 Meter
2200 = 2200 bis 2499 Meter
2500 = ab 2500 Meter
2800 = Hindernisrennen

Plätze
1 = Sieger
2-5 = 2. bis 5. Platz
6 = Mittelfeldplatzierung
7 = im hinteren Drittel platziert
0 = nicht im Ziel (angehalten, gefallen, reiterlos, stehengeblieben, verweigert, ausgebrochen usw. oder wenn Rennverlauf meiner Meinung nach für dieses Pferd irregulär - ausgebrochen und nachgeritten, Eisen verloren und unter den Letzten)

Ja, jetzt fragen Sie sich, warum hat er die Kürzel? Er kann doch umprogrammieren! Wenn Sie sich das nicht fragen, dann können Sie programmieren und wissen, was da für Arbeit hinter steckt, in laufende Programme komplexe Änderungen einzubauen. Im Laufe der Jahre habe ich schon viele Dinge umgestrickt und gemacht und getan. Allein der Aufwand, die Jockeis, Trainer und Besitzer einzubauen, war kompliziert, weil diverse Routinen, die auf genaue Positionen im Datensatz gepeilt waren, berührt wurden. So greifen heute diverse Unterprogramme in Unterdateien ein - wehe, wenn da mal ein Marker durcheinander gerät - alles wäre kaputt... oder so ähnlich. Ich werde im Laufe der Zeit - wenn ich welche habe - auf der Datenebene Access etwas verändern können. Aber hier bitte ich um Geduld. So ist es klar, das ich über die Lösung nachdenke aus “D” die Bezeichnung “Ausgleich IV” oder auch nur “IV” machen, aus “I” dann “Grupperennen für 3 jährige Pferde”. Aber Sie sehen schon: das Format wäre futsch. So könnte eine Lösung sein mit BMP zu arbeiten und den Platz durch ein Bild mit Symbolen zu füllen, oder etwas zusammenzurücken, oder oder oder. Irgendwann geht es weiter, es geht immer irgendwie weiter!

Ich denke, nach wenigen Tagen werden Sie sich an die Kennzeichnungen gewöhnt haben. Sie haben sich ja auch an die Bodenbezeichnung “gut” oder “weich” gewöhnt obwohl 2,5 oder 3,5 richtiger wäre. So fragt man sich oft “in welchem Bereich ist eigentlich ein Boden “weich”. Sehen Sie, vielleicht fragen Sie sich eines Tages “was ist eigentlich Ausgleich IV? ;-))))

Viel Spaß Ihr Holger Mußwitz

PS.: Hilfe! Die Daten für die PDF Datei regeneriere ich aus einer Textdatei über Access. Bei der Umwandlung von Access in PDF geht viel Qualität verloren. Derzeit rufe ich den Access den Bericht auf (1:1 das Bild welches in der PDF Datei steht) und speichere das so erzeugte Bild (PrtSc-Taste) um es mit einem Ulead-Programm in ein BMP Format zu transferieren. Dabei geht auf der Windows Ebene (Auflösung der PrtSc-Funktion ist beschränkt) die höhere Auflösung des Access-Bildes allerdings “flöten”. Es hat sich der eine oder andere Access-”Profi” schon angeboten, mir bei der Verbesserung der Übertragung zu helfen - geschafft hat es noch niemand. Aber, Wenn Sie nicht niemand, sondern jemand sind, dann wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir auf die Sprünge helfen könnten.