Mein Hamburg!
Nun ist bald wieder Derby (so Sie dies vor dem 6. Juli 2008 lesen). Immer mehr Gäste entdecken Hamburg. Und da Hamburg mehr ist, als nur eine Stadt und zwar die Zweitgrösste aber weitaus schönste, möchte ich ein wenig Einblick geben in “mein Hamburg”. OK, etwas Freiheit nehme ich mir und werde ein wenig in Nostalgie schwelgen oder auch nicht immer up-to-date sein. Aber dennoch: da ist garantiert mehr als nur eines - das Galopprennspektakel - für Sie dabei. Ich kenne niemanden, der bei “Hamburg” nicht ein Lächeln zeigt, so er es kennt. Und oft fragt man mich: “was macht ein selbstbewusster Hanseat bei den verknöcherten Franken?” (O-Ton Dr. Votteler, Nürnberger in Nürnberg)

Ausflüge
Hagenbeck
Der erste Zoo der Welt, der Löwen & Co ohne Gitter präsentierte. Das Freigehege mit breiten Wassergräben usw. wie man sie in allen Zoos der Welt mittlerweile kennt. Nicht so bekannt wie Frankfurt, aber viel mehr Tiere und schöner. Ihre Kinder bekommen Sie hier nicht mehr weg

Harburger Berge
Es ist kaum jemanden bewußt, dass Herr D. Bohlen in den Harburger Bergen wohnt. Dabei ist Tötensen fast der Mittelpunkt des herrlichen Fleckens Erde. Bis zu meinem 5. Lebensjahr machten meine Eltern hier 15 km von zuhause weg Urlaub. Ich gehe dort fast jedes Jahr einmal auf oder ab. Herrlich und ruhig wie im Urlaub. Am besten mit dem Bussen vom ZOB oder ab Harburger Hauptbahnhof. Orientieren Sie sich vorher, wandern zielbewußt auf eine andere Bushaltestelle zu und speisen Sie ausgiebig in den meist toll gemachten Kneipen. Ich fahre immer nach Sieversen (Urlaub in den 50ern!) und wandere dann über Sottord und Vahrendorf zur Appelbüttler Str. Dort in den Bus 4244 zum Harburger Rathaus in die S3 zum Hamburger Hauptbahnhof. Wer sich mehr als 4 km zutraut, der sollte durch den Wald parallel zur gedachten Route bis zum “Naturpark Harburger Berge” (kommt gleich) wandern. Dort fährt ein Bus nach Hamburg.

Naturpark Harburger Berge
Freilichtmuseum am Kiekeberg. A7 bis HH-Marmstorf. Dann Schilder beachten. Achtung: Navi 21224 Rosengarten ist der Ort und Am Kiekeberg 1 die Straße - in Blankenese gibt es gleichnamige Straße

Heidepark Soltau
Nicht ganz so bekannt wie die anderen Freizeitparks in Deutschland, aber mindestens so schön. Riesen-Holz-Achterbahn war zeitweise die höchste der Welt! Nicht ganz billig, aber sogar meine Teenies gehen dort noch hin.

WIldpark Soltau
Sehr schöner Wildpark. Am tollsten finde ich immer die Mufflons und Elche. Nicht vergessen: Futter nicht mitbringen, wird dort angeboten.

Safaripark Hodenhagen
Löwen, Nashörner, Bären, Affen und alles was man sich so wünscht. Sie können mit dem eigenen Auto durchfahren. Aber für Kratzer haftet niemand. Nehmen Sie den Safari-Bus, dort erklärt man dazu noch Vieles und Sie verpassen nichts.

Essen
Bei dem Thema habe ich für alle etwas dabei. Wie wäre es denn mit Fisch? Nicht Nordsee, obwohl das geht auch. Nein, da ist in wieder etwas Nostalgie, etwas Nobles und viel Interessantes:

Daniel Vischer
Ein historisches Unternehmen mit drei Läden (stimmts noch?). Das Größte in der Innenstadt , Spitalerstraße. Vom Hauptbahnhof rechts, neben der Deutschen Bank. OK, sieht nicht so doll aus, aber die Fischplatte - ein Gedicht! Der Brathering (Brässering... grins) - für Kenner und Mutti ist am liebsten Matjes. Diese kommen direkt von der englischen Küste und werden dort noch lebend als Heringe gefangen und in ein Salzfaß gelegt. Nach ein paar Stunden fragt der Fischer sie: Seid Ihr Matt? Und da es ja englische Fische sind, antworten sie: “Yes”. Daher der Name “Matjes”.

Blockhaus
Blockhaus hat wenig mit der Blockhütte zu tun, obwohl man sich nach aussen hin einen solchen Touch verpasst. Wo ich hingehe - sage ich nicht. Aber der beste Laden der Kette ist in Othmarschen direkt an der S-Bahn. Reservierung empfohlen. Solche Steaks gibt es nirgends in Deutschland, obwohl das Blockhouse auch z.B. in Stuttgart (HILFE...)ist. So ab 15 € kann man speisen, aber mit einem schönen Wein und Blockhouse-Brot und “oder und” eher 30 € pro .Person.

Kowalke
Große Elbstraße 143. Seit Jahrzehnten schon “das” Fischrestaurant in Fischmarktnähe. Nicht zu vornehm, aber doch sehr fein. Bißchen Stil sollte man haben. 25 € - da geht los. Feine Zungen werden meinen Tipp loben!

Old-Commercial-Room
Gegenüber vom Michel gibt es DIE Hamburger Spezialität: Labskaus. Wirklich toll - wer zuviel denkt, sollte die Sonnenbrille aufbehalten. Ich garantiere aber: es wurde nicht vorgekaut. Im Grunde Kartoffelmus mit Pökelfleisch - oft kopiert - mit Cornetbeef nicht zu erreichen. Ich fand auch schon einmal “Birnen, Bohnen und Speck” auf der Karte. Mein Gott, das ist lecker, wenn auch ein bißchen fett und “gediegen” - wer das nicht kennt, kennt nicht Hamburg.

Eten & Drinken
Der Hamburger ahnt schon am Begriff: das muss in der Nähe von Planten &  Blomen sein. Exakt: Am Gänsemarkt. Von Planten & Blomen aus Richtung Innenstadt an der Oper vorbei. OK, kein kulinarisches Erlebnis, aber mehrere Schnellrestaurants der Marke China, Russland, Deutschland, Italien und Jugo. Da findet man immer wieder etwas Neues und kann gleich weiter schoppen gehen. Und bei Hitze - ein Alster klarer als das Original und besser als ein Radler...

Tafelhaus
Wer kennt Christian Rach nicht? Genau der. Der aus der Glotze. Neumühlen 17. Den Parkplatz, den müssen Sie sich schnitzen oder ein paar Meter zu Fuß laufen. Aber dann bekommen Sie ein Diner - Spitze. Nur sollten Sie die Geldscheine klein falten, damit sie alle mitkommen. So um die 100 € pro Person - wenn es auch vielleicht einen Tick billiger geht. Reservierung nötig.

Finkenwerder - Restaurants und Hotel
Ich empfehle das Golden-Tulip-Hotel nicht nur zum Wohnen, sondern insbesondere sehr gerne auch gerade zum Essen (oder Kaffee und Kuchen). Erstens liegt es fast neben den Airbus-Gelände und so kann man mit Glück Zeuge eines Testfluges werden, Zweitens ißt man quasi an der Elbe mit Blick auf die dicken Pötte und gegenüber Landungssteg Teufelsbrück (an der Elbchaussee parken und dort mit dem Schiff über die Elbe) und Drittens hat man im Golden-Tulip immer etwas echt Hamburgisches auf der Karte. So hatte ich neulich das erste Mal in meinem Leben (als Hamburger, man stelle sich vor!) Stind. Hamburger kennen das Lied “An der Eck von de Steenstroot, steid ne Olsch mit Stint, wüllt mie vertellen, dat dat Schellfisch sünd, da kaim een Schutzmann, der säkt liebe Fru, dat sind kein Schellfisch, dat sind Kabeljou.” Stilvoll Essen mit Elbflair pur. Sonst ist da drüben in Finkenwerder noch das Storchenest mit der besten Maischolle und Bundt´s Gartenrestaurant für die ganze Familie.

Die Mö-Wurst
Beinahe hätte es sie vergessen, diese herrliche Thüringer Bratwurst, die sich nicht mehr “Thüringer” nennen darf. Das tut dem Geschmack allerdings keinen Abbruch, wohl aber dem Marktetingfaktor für Thüringen. Denn diese Wurst war pure Werbung für Land und das Produkt “Thüringer”. Wir Hamburger sind nun stolz auf eine Wurst, die sensorisch - also >Geschmack und im sinnlichen Erleben - nirgends (ich betonte: nirgends) auf der Welt besser gibt. Nicht mal in Thüringen. Mindestens an drei Punkten habe ich diese Wurst entdeckt: Jungfernstieg auf der Alsterhaus-Seite und auf der Mönkebergstraße vor und gegenüber von Chic und Anmut (C&A - und damit mir niemand Schleichwerbung vorwirft, Richtung Hauptbahnhof ist das Haus, welches dem Vater eines Kollegen gehört: Plünnen und Crätze = P&C. den früher in Hamburg üblichen Namen hätte ich gar nicht lästerlich niedergeschrieben, aber die haben selber Schuld, denn meine Kundenkarte gilt angeblich nur in Erlangen, Düsseldorf und so - und einen alternativen Rabatt bekam ich auch nur einmal - da aber fett, als man mir auf ein Cashmere-Jacket nur 350 statt 399 € abnahm. Versuchen Sie ruhig mal)

Diverse
In Hamburg können Sie ein Jahr rumwandern und brauchen würden keine Restaurant zweimal besuchen müssen. So kann man in der Speicherstadt tolle Läden für Speis und Trank finden. Spanien, Indien und was man so kennt. Rothenbaumchaussee, Milchstraße also rund um den Rothenbaum findet man Feines. Alles aufzuzählen geht nicht. Die kleine Auswahl zeigt im Grunde einen guten Querschnitt - denke ich doch.


Hafen
Wenn es nur so einfach wäre, den Hafen mit wenigen Worten zu erklären. Also wenn Sie an die Landungsbrücken denken (U-Bahn Station): OK, das hat schon was. Wasserflugzeug - gibt´s das wieder? Das letzte stürzte ab. Aber welcher Wetter ist noch nie abgestürzt? Für mich sind die Landungsbrücken der Ort, an welchem meine Oma mit Vaters Geld für die Cousins in Berlin Nachbauten der HAPAG-Schiffe gekauft hatte und mir selbst nie etwas mitbrachte. Seitdem bleibe ich immer vor den Geschäften stehen, wo die Schiffe stehen. Nein, haben will ich keine mehr, aber das Gefühl kommt immer wieder - und ein wenig muss ich über mich lächeln. Dabei habe ich meinen Kindern diese Schiffchen auch nie mitgebracht. Dabei sind es für Kinder wirklich tolle Mitbringsel und gar nicht mal so teuer. Keine 10 Euro, ja noch viel billiger! Nur Essen, essen würde ich woanders. Da kommt noch eine eigene Spalte. Ich gehe von der U-Bahn an die Brücke 1 und dort am Wasser längs, schau mir die Schiffe an und gehe am letzten Ausgang wieder hoch. Komme dann genau an diesem komischen Gebäude mit der Rundkuppel wieder hoch - der “Alte Elbtunnel”. Da muss man mal durchgelaufen oder auch durchgefahren sein (Auto 2 € je Tour). Am liebsten aber zu Fuß: Treppe runter und dann auf schmalen Wegen bis zur anderen Elbseite. Dort hoch, ein Alster trinken und retour. Nostalgie pur. Und in wenigen Tagen gebe ich noch andere Tipps zum Hafen.

Kneipen
Als erstes bin ich jetzt mal ins Internet gegangen. Denn früher war (sozusagen hinter dem Rothembaum-Tennis und Sportplatz der Rothosen HSV) genau dort und in der Nähe der Milchstraße (wir sind immer noch nicht im Weltall) Restaurants, Kneipen mit und ohne Live-Musik und Discothequen. Also eines ist sicher: im Internet findet man immer noch am Mittelweg 41 das Bierdorf (das spielte wer wollte gerne Klavier, Böttger war einer der Beliebstetenb und aus der NDR-Talkshow bekannt) Das CoCo (Milchstr. 25) und den Hähnchenkeller (MIlchstr. 35) gibt es noch. Damals war gerade Wodka mit Feige “in”. Also, man sieht sich.

Frieda B
Wer in der Ecke der Reeperbahn unterwegs ist, sollte man in “Frieda B” gucken: Hans-Albers-Platz 25. Am Wochenende Riesenstimmung!

Und dann ist natürlich in der Nähe Ihres Hotels sicher die eine oder andere urige Kneipe. Die von Tante Berta kann ich nicht mehr anbieten, die musste im Zuge der Deicherweiterung 1963 weichen.

Musik
Sie sind Musik-Fan, vor allem Live-Musik hat es Ihnen angetan? Hamburg ist die Musik-Hauptstadt des Landes! Rock, Schlager, Hip-Hop, House, Jazz und ich weiß nicht was noch alles. Hier eine - unvollständige - Empfehlung für Ihren Hamburg - Aufenthalt. Ich begreife nicht, warum der Rennclub es nicht begreift, aber wenn man die jungen Leute auf die Rennbahn bekommen will und den Gästen etwas bieten würde, dann wäre die Rennbahn wirklich voll. Es sind ausreichend Flächen abseits der Stallungen, wo man nach dem Rennen 2-3 Stunden Live-Musik bieten könnte. Die Bierstände sind ja eh da. Aber solche Veranstaltungen dienen ja weniger der gesellschaftlichen Art, wie die Vorstände es HRC es sich vorstellen. Bier, pfffff. Na dann macht doch ´nen Champagner-Stand auf

Live-Musik Stadtpark

Jazz
Jazz war vor allen in den 60er-Jahren ein breites Feld in Deutschland. Die Hamburg-All-Stars spielten in Planten & Blomen und auf vielen Freiluftveranstaltungen. Wer kennt Abi Hübner und die Low Down Wizards nicht - wenn er aus Hamburg ist. Jazz Lips, Hot Owls - oder so ähnlich und zig andere Gruppen. Jazz Gruppen aus England spielten in der Musikhalle, wenn auch nur im kleinen Saal, aber das hatte eher akustische Gründe. Gibt es noch die River-Kasematten in Hafennähe? Ein Jazzclub war in Övelgönne, ganz in der Nähe vom Tafelhaus (siehe Essen). Der kleine Jazzkeller in den Collonaden ist leider gewichen, aber unausweichlich ist der Cotton-Club, der in der Nähe im Jahre meines Lehrbeginns 1963 aufmachte. Man müßte sich häufig an neue Orte gewöhnen, aber seit bestimmt mehr als 35 Jahren ist der Club in der Nähe des Großneumarktes, Alter Steinweg 10. Das wird dieses Jahr wieder Pflicht. Es war schon komisch, als ich vor 5, 6 Jahren zum ersten Male nach 20 Jahren dort hin kam. Irgendwie war es, als wenn die Zeit stehen geblieben ist. Viele guckten mich an. Ich dachte, verdammt, den kennst Du doch, aber wer ist es? Ob die Leute das auch dachten? Sie ahnen, nicht nur ganz junge Menschen, nein auch einige in meinem Alter - aber keineswegs Club 55plus. Die Bands waren genau so gut wie früher und das Bier genau so kalt. Bis bald! (Freikarte, Roloff an obige Adresse - 2 mal - für diesen Tipp!)

Musik-Vielererlei in der Fabrik
Eröffnet wurde die “location” Anfang der 70er, wie man hochtrabend sagte “als Kultur- und Kommunikationszentrum im Arbeiterstadtteil Ottensen”. Verständlicher: als Begegnunsstätte für junge Leute, mit sehr viel Sozialarbeit (Sozialarbeiter sind bei mir seitdem eher “Spinner” - und ich hätte da ein Beispiel...), offen die ganze Woche und Eintritt nur wenn Gruppen spielten. Natürlich habe ich dort viel Jazz gehört, Rock usw. aber ganz besonders kann ich mich - quasi die Entdeckung der EAV - an ein Konzert der “Ersten Allgemeinen Verunsicherung” erinnern. Stark, einfach stark. Und dann konnte man neben recht günstigen Getränken für 2 DM ein riesengroßes Baguette mit Schinken oder Käse erstehen. Mein ehemaliges Jagdgebiet hat heute noch fast jeder Woche eine Band - all Style - wie der Deutsche klug sagt. Ich habe mal kurz geschaut; in der Derbywoche ist am 2. bis 4. Juli je ein Konzert und am 5.7. eine “u+ü-30-Party”. Na denn! Wie Sie hinkommen? Altonaer Bahnhof und dann quasi an den Gleisen (linksseitig( zurück, vorbei am Tunnel und um die Kurve und dann noch 400 Meter etwa. Sie können sich nicht verlaufen und sehen schon die “Fabrik” BarnerStr. 36. Kein opitscher Leckerbissen, aber ein akustischer! Hier noch eine kleine Anekdote: Wenn Sie die Barnerstraße weiter gehen würden, dann kommen Sie in die Behringstraße (nein, wir sind nicht im Weltall). Dort wo der Hohenzollernring anfängt, befindet sich von nun an in der Behringstraße eine 3. Fahrspur. Nicht das unser Nachbar, Herr F., Gott hab ihn selig, aus der Fabrik kam, aus der Richtung offensichtlich schon. Er hatte ganz schon einen geschnasselt und seinen nagelneuen Ford um sich herum. Das war damals etwas besonderes, denn in den 8-Partien-Häusern meiner Straße (Germerring) hatten höchstens 2-3 Partien Autos. An dieser Stelle der Behringstraße nahm F. nun die 3. Spur, die genau in der Mitte der Fahrbahn sich befindet und bog alsbald rechts ab und ging zu Bett. Er schien etwas erstaunt und dann bleich, als er nächsten Morgen sein Auto anschaute. An beiden Seiten war das Auto zerkratzt, als wenn eine ganze Horde von Heinzelmännchen (auch von der Höhe deutetet alles auf diese Übeltäter hin) sein Auto demoliert hätten. Doch dann konnte er sich wohl doch an die 3. Spur erinnern. Das dumme an der Geschickte war nur, dass diesee 3. Spur nicht nur ein Fahrrandweg war, sondern etwa 30 - 40 cm schmaler als ein damaliger Ford. Und umsöumt war der Fahrradweg mit einer verdammt dichten Hecke bis in Hüfthöhe. So was Dummes, so was Dummes, so was Dummes ist mir lang nicht passiert... singt der Hamburger.

Funky Pussy Club
klingt etwas verrucht, ist aber ein Laden für eher junge Leute - bitte nicht über 30, sonst gibts weilche auf die Glocke, mit Hip HOp und R & B (letztes hat man mir geflüstert, keine Ahnung was das ist)

Location 1 + 2 +2
Da wundern Sie sich, was? Ich kenne das Location! Hier in der Großen Freiheit - hier wurden die Beatles, wenn auch nicht von mir, entdeckt - wird in 3 Räumen Trance und House gespielt (Location 1), Hip Hop in Location 2 und der “Rest” spielt sich in Location 3 ab.

Cult Hamburg
Am Anfang der Großen Freiheit finden Sie eine Disco im Stile und mit Musik der 70- und 80er Jahre. Zum abtanzen und anbaggern...Viel Jagdglück!

Docks
Spielbudenolatz 19, Hamburgs bekannteste Disco mit allem was tanzbar ist... und GoGo Girls in Käfigen.

In Eppendorf gab es viele Clubs, früher, gaaanz früher. Onkel Po´s ist sozusagen Weltbekannt und leider weg. Udo Lindenberg wäre ohne Onkel Pö eher Nö (also kaum da, den er war immer dort). Hier lernte man Hamburger Humor kennen. Ich sagte beim Kartenkauf einmal in Bezug auf meine etwas zu klein geratene Freundin: 1 1/2 mal. Mit leichtem Grinsen bekam ich die Quittung: “das ist das erste Mal, dass ich höre, wie sich jemand selbst als halbe Portion bezeichnet”. Vielleicht können meine Hamburger Leser hier etwas nachhelfen: gibt es da noch etwas? Ziemlich sicher bin ich mir, das rund um die Milchstraße noch was im Gange ist. Also schauen Sie unter Kneipen und gucken Sie einfach mal um die Ecke. Disco und so muss es noch geben.

Stadtpark
In der Derbyzeit gibt es im Stadtpark folgende Konzerte im Stadtpark (siehe auch unter Park)
28.06. Loreena McKennitt
01.07. SHery Crow (Ex von  Lance Armstrong)
03.07. Orquesta Buena Vista Social Club (bekannt asu Wim Wenders Musikdoku)
04.07. Reggae im Park

Parks
Sie möchten in einen Park? Meine drei Lieblingsparks sind
Stadtpark rund um die Jahnkampfbahn - dort bin ich 160 cm gesträddel beim ersten Versuch! Joggen, sonnen, in hübschen Blumenanlagen erholen, das Plantetarium besuchen oder abends zeitweise Live-Musik. Joe Cocker war hier. Jedes Jahr Rockgruppen - aktuell Jethro Tull - und ich sitze in Franken.

Wallanlagen
Die Wallanlagen erstrecken sich vom Beginn der Reeperbahn (Eingang neben dem Museum für hamburgische Geschichte) hin bis zu dem Kriegerdenkmal am Dammtorbahnhof (KaiserBahnhof, weil extra für Kaiser Wilhelm häufige Hamburg-Besuche gebaut) und entstand 1963 für die IGA. Man kann circa 2 Kilometer in hübschen Anlagen gehen und sollte am See kurz vor Ende sich links halten (oder um den See herumgehen). Tolle Pflanzen und schon sieht man über den Terrassen ein Gewächshaus, welches in dieser Pracht und gratis dazu - kaum in Deutschland gibt. Tropenluft und Papageien, Mexico und Brasilien vereint. Hier geniesse und fotografiere ich mich noch mal Tod! Direkt im Übergang hinter dem Gewächshaus - sie merken den Übergang überhaupt nicht kommt...

Planten & Blomen
Ja, da war ich fast schon Tod. Meine Eltern lesen Zeitung und ihr Sohn gleitet sanft in die Wassermassen auf der Suche nach dem Goldfisch. Den ganzen Mund hatte ich voll Schlamm. Gleich hin zu Dr. Schecker - Milch trinken, viel Milch. Da haben sie den 2-jährigen fast nochmal, dieses Mal mit Milch ertränkt Und daran kann ich mich konkret erinnern. Ich meine sogar, wir waren vor dem Arzt noch bei Onkel Hans gegenüber von “Lanten und Lomen”, aber das scheine nur ich zu wissen. Jedenfalls, die Blütenpracht, Rhododendren in allen Arten, zig-Blumenarten, Musikpavillon, Golf, Kaffee, einen tollen Spielplatz mit Wasserrutsche etc. und dann natürlich - die Wasserspiele am Abend! So etwas Schönes. Geht im Grunde so: Da wird ein Werk - meist Klassisch - vom Band gespielt. Hier hörte ich "Conquest of Paradise" von Vangelis”, bekannt durch Maskes-Abschiedkampf 1996 schon 1993 (?). Ein Traum und ich habe es gefilmt! Ein Musiker sitzt (unsichtbar) an einer Orgel und spielt das Stück parallel und damit auf  - die Wasserorgel. So fügen sich Farben und Wasserfiguren zu einem harmonischen Kumstwerk zusammen, welches jeden Abend 300 und mehr Menschen geniessen. Wenn es richtig warm ist, gibt es auch schon mal keinen Platz mehr auf dem Rasen - bei freiem Eintritt. Weltstadt Hamburg - so sieht sie aus!

Schiffe
Es gibt da viele Möglichkeiten. Schiffe sehen oder Schiffe fahren. Sehen an den Landungsbrücken und in Richtung Stadt
an der Überseebrücke. Museumschiffe, Passagierschiffe, Hotelschiff bis hin (Ende Juli) Queen Mary II.

Schifffahrten empfehle ich folgende

Hafenrundfahrt
Die Fahrt durch die Elbarme an Schiffswerften und Fischern vorbei, an den Kai der Südfruchtdampfer, Containerhafen und unter der Köhlbrandbrücke, deren Seile oft erneuerte werden mussten. Toll, nur glauben Sie nicht alles, den der Butsche mit der Schippermütze heißt “hey Lücht” was so viel heisst, wie. er lügt. Nicht billig aber lohnend.

Fahrt mit den
Hapag-Dampfern (früher gab es ein tolles Plakat mit einem lachenden Hapag Dampfer und dem Titel: “mit meinem kleinen Ding, komme ich überall hin” - nicht mehr zu finden das Plakat).

Fleetfahrt ab dem Anleger an der Alster (S- und U-Bahn Jungfernstieg). Die Fleet ziehen sich durch die komplette Innenstadt, vom Land aus selten zu sehen bzw. nicht wahrzunehmen. Die Fleete dienten früher als Zubringer der Ware von und zur Elbe. Da die Elbe tiefer liegt, war es nötig, das Alsterwasser aufzustauen, weil die Schiffe zu viel Tiefgang hatten (wer hat das heute noch - Tiefgang). Und deshalb müssen Sie ständig in Schleusen auf die Weiterfahrt warten, aber auch hier gibt es einen Hey-Lücht.

Vierlandenfahrt
Meine Lieblingsfahrt. Man glaubt kaum, dass dies die Elbe ist. Ebenfalls ab Jungfernstieg und eine Schleuse kommt man bald in den Hafen und sieht hinten die Schuppen mit “Affenlollies” - also Bananen. Dann geht es schon in die Dove-Elbe, vorbei an der Ecke wo Tante Bertha neben dem Schausteller-Überwinterungsplatz ihre Kneipe hatte, das Malzbier ist auch nicht mehr das, was es mal war. Sieben große und viele kleine Brauereien - geblieben ist eigentlich nur Holsten (wenn auch Astra noch erhältlich und manchmal sogar Elbschloß. Bille Bier - leider leider gibt es nicht mehr. Aber weiter und man staue: wie in Holland liegen hier Hausdampfer, Villen und tolle Gärten direkt an die Dove Elbe. Hoffentlich überfährt der Steuermann die badenden Kühe nicht und siehe dort: Graureiher und 100 Vogelarten, viele davon geschützt und selten. Am Ende kommen Sie in Bergedorf an - auch hier ist Blockhouse und mit günstigem Mittagstisch quasi ein Testessen. Wir fahren zurück mit der S-Bahn oder auch per Schiff. Wie Sie wollen.


Sonne
Wat will Du? Hamburger Schmuddelwetter? So´n Quatsch. Nee min Jungs un mien Deerns. Dat is in Hamburg nich ümmer. Wat hebt wie dor vorn Wetter, dor. Sonne, strahlende Sonne und dazu immer ne kleine Prise, hebt wie ümmer. . Joh, da kriegst Du nen Sonnenbrand und schwitzt nich mal. So is dat in Hamburg - kümm mal röver! Und dann schau mal unter “Parks”, da habe ich noch ein paar Tipps.


Wetten
Ick denk, jet wüll man mie steinigen. Aber wat kann ick davür, dat der Dietz den Totalisator in Hoheluft nich mer häd. Aber diesen Dietz hat man das Leven jümmers swer mogt. Durft keen Stohl rinstellen in sien Loden und nur dwe Dattlers. Un die Wetten, die mut de Lütt inner Eck mocken, wo keen Smuck und keen Beer. Ober nen Kaffee, den hätt man uns ümmer mokt.

Diesen Dietz gibt es jetzt aber als Buchmacher in der Steintorstraße - vom Hauptbahnhof Richtung ZOB und dann links die Straße. Und dann ist da noch auf der anderen Seite Springer - modern und riesig. Hauptbahnhof Richtung Stadt - Spitalerstraße, nach dem Tunnel noch vor der Spitalerstr. links 100 Meter. Brose in Barmbek nicht vergessen und in der Nähe der Derbybahn mein alter Freund Henry Hellwege, wobei das sicher der Sohn oder die Tochter macht - ich glaub fast es war die Tochter. Hammer Str. - Wandsbeker Chaussee Richtung Wandsbek Markt und dann rechts die Seitenstraße. Für Yankees: Losehand in der Schanzenstr. - gleich gegenüber die Drogenszene - aber keine Angst: So sicher wie hier ist man nirgends in Hamburg, da die Polizei die Dealer bewacht. Nicht das die einer haut... Aber der Losehand, der war früher mal an der Reeperbahn -konkreter am Hans-Albers-Platz. Gibts den dort nicht mehr?


06.07 für Spätabreiser Seal (ohne Heidi)