Neu ist der Quotenhit auf der Seite turfchamp.de oder über diesen Link:
http://www.turfchamp.de/Quotenhit_HM.html

Sinn und Zweck:
Vor oder nach dem Rennen die mögliche Quote einer Dreierwette ermitteln. Die Anwendung zeigt erstaunlich genaue Quoten. Nur im Bereich von Quoten unter 500 gibt es das “Favoritenphänomen”, was bedeutet, dass bei einem klarem Favoriten viele Wetter auf die Dreierwette ausweichen und dadurch die Quote dann dezimiert wird, wenn genau dieser Favorit gewinnt. Eine Abweichung technischer Art gibt es im oberen Quotenbereich. Auf Westbahnen kann man derzeit kaum mehr als 70.000 als Quote erreichen. Weiter kann es in dem Fall, bei dem man mit einer Quote von über 40.000 rechnet (= alleiniger Gewinner) durchaus sein, dass der Zufall es will, dass ein anderer auch noch - und das vielleicht mit 2 Euro getroffen hat. Insofern kann man Quoten im Bereich ab 20.000 immer als “OK” ansehen. Sie werden Ihre Erfahrungen machen.
Bedienung: Gehen Sie auf das obere linke Feld (Mausklick) und geben die Eventualquote (EVQ) des Siegers ein. Per Tab-Taste oder Maus gehen Sie in das zweite Feld und geben die EVQ des Zweiten ein. Das gleiche machen Sie mit der Quote des Dritten im rechten oberen Feld. Sobald Sie auf das untere Feld gehen, wird die wahrscheinliche Dreierwettenquote berechnet.
Anwendungshinweis: Nutzen Sie nicht den Link “Zurück” beim Quotenhit, sondern die Rücktaste im Explorer oben links (der grüne Pfeil beim MS-Explorer). Da der Quotenhit im Fenster meiner Seite aufgemacht wird, führt “zurück” zur Schließung des Fensters. Der Pfeil führt auf die Seite, die vor Aufruf des Quotenhits aktiv war, zurück.

Ich hoffe, Sie haben täglich Grund den Quotenhit zu testen...

Ich danke Andreas Heide für die Programmierung der Formel und Einstellung auf seine Seite. Ich drücke ihm die Daumen, dass es ihm als Gegenleistung gelingt, die jeweils höchste Tageswette zu treffen.
Bitte respektieren Sie das Copyright!

Immer wieder tauchen Behauptungen  und Mutmaßungen auf, die im Zusammenhang mit Quoten stehen und auf deren vermeintlichem Boden tollkühne Argumente für oder wider einer Sache gesponnen werden.

So taucht am Abend des 14. März 2005 im bekannten galopp-forum eine Schelte gegen die Viererwette auf. Sicher ist es bedauerlich, dass der Umsatz der VW je nach Tag und Platzierung des Rennens zwischen 1.000 und 4.000 Euro liegt (Ausreißer denkbar). Die Gründe mögen vielschichtig sein, die Argumente von „hoppeditz“ schlichtweg falsch.

Korrekt ist, das es bei einem Ausschüttungsbetrag von 1.675,05 € Jacke wie Hose ist, mit welchem Einsatz der Wetter, der diese Wette als einziger trifft, gewettet hat. Ob sein Einsatz nun 50 Cents war oder wie dort beispielhaft angeführt 300 €; die kleine Differenz von 225 € Mehrgewinn bei diesem Einsatz verzeihe ich.

Dann allerdings verlassen den Autor die guten Geister. Das war aber immer so, bei der Dreier und allen anderen Wettarten auch! Er argumentiert, dass man bei einem Siegeinsatz von 300 € bei der Siegquote (im letzten Rennen am 13.03.2005 gab es 80:10 auf Sieg in Dortmund) 2.400 € allein für Sieg bekommen hätte. Dies an sich ist schon falsch. Denn die Siegquote von 80:10 hätte sich je nach Ausschüttungsbetrag aufgrund des Einsatzes nicht unerheblich verändert: bei einem Ausschüttungsbetrag von 14.000 € (optimistische Annahme) von 80:10 auf 69:10 und bei einem Ausschüttungsbetrag von 7.000 € schon auf 40:10. So stark wirkt sich – mangels Umsatzhöhe – der Mehreinsatz von 300 € aus. (Tabelle folgt in den nächsten Tagen unter Siegwette).

Doch das ist nicht das Ärgernis! Mitnichten. Das Ärgernis ist, dass man immer wieder in die Trickkiste einer unrealistischen Annahme greift. Wieso argumentiert man nicht damit, dass ein Wetter mit dem Einsatz von 1.000.000 € gar 8.000.000 € gewonnen hätte. Dies ist nicht weniger weltfremd. Genau an diesem Punkt verkennt man die reale Welt der Vierer- und damit der Dreierwette. Sicher gibt es Spieler, die in der Sieg- oder Platzwette 300 € auf ein Pferd setzten. Ich kenne sogar welche, die spielen auf den großen Plätzen mehr als 300 € (leider fehlen manche Hotelbesitzer und überhaupt der (Geld-) Adel, welche die Umsätze wie früher ankurbeln). Dort , auf den großen Plätzen, schlägt das dann nicht so hart durch wie oben beschrieben, denn der Ausschüttungsbetrag liegt dort bis in die 6-stelligen Bereiche (z.B. Derby).

Die reale Welt der Vierer- und damit auch der Dreierwette ist, dass diese Wetter auch mit kleinen Einsätzen an den Gewinnbetrag kommen, den der 300 € Wetter bei einer 100-er Quote kommt. Im konkreten Fall also für 50 Cents soviel, wie ein Wetter, der real 200 € auf Sieg gespielt hat. Genau diese Wetter setzen eben keine 300 € auf Sieg. Ich persönlich setzte schon mal mehr als 50 € Dreier in einem Rennen. Habe aber noch nie mehr als 10 € auf Sieg gesetzt! Mit Dreier komme ich doch bei weniger Einsatz viel weiter!

Der Vergleich der VW mit der Siegwette ist unzulässig. Als ernst zu nehmendes Raster kann man folgendes sagen:
Die Siegwette eignet sich für zwei Wettergruppen:
1. Profiwetter
2. Wetter, die in der Dreierwette (oder Viererwette) die Tendenz haben, die Favoriten einzubauen. Nur für diesen Personenkreis zahlt die DW/ VW im Ergebnis (Einsatz zu Gewinnauszahlung) weniger, als wenn der gesamte Einsatz auf die Siegwette geschoben wird.

Sicher ist davon auszugehen, dass der Gewinner die Wette nicht geradeaus geschrieben hat (obwohl ein Familienmitglied, welches an 7 Renntagen im Jahr etwa 40 geradeaus-Wetten schreibt auch schon über 7.000:10 traf). Wie hoch mag ihr/ sein Einsatz gewesen sein? Keiner weiß es. Auch hoppeditz nicht. Mit 300 € Einsatz würde man allein 1/7 des Einsatzes dieser VW getätigt haben. Das ist nicht anzunehmen. Der Durchschnittseinsatz pro Wetter wird so um die 10 € liegen. Wenn man meine Wettvorschläge in der Art der „kleinen Dreierwette“ in eine „kleine Viererwette“ ummünzt, dann wäre der Einsatz (4*3*2 mal 0,50 Cents =) 12 €. Nach dem von mir vorgeschlagenen Muster einer Viererwette beträgt der Einsatz 30 €. Und dass ist schon verdammt hoch. Die Mehrzahl der Wetter bewegt sich im Bereich von 2-3 €.

Dem Verfasser des aufgegriffenen Artikels kann ich jedenfalls bei seiner Argumentation nur empfehlen, Platz zu spielen. Da sind die Gewinnchancen noch viel höher...

Im Interesse der Veranstalter ist es allerdings in der Tat so, dass sie die Wettarten mit kleinen Quoten lieben. Denn erfahrungsgemäß setzen die Wetter einen erheblichen Teil dieser Gewinne erneut ein (Motto „heute ist mein Glückstag“). Der Umsatz wiederum ist die Finanzierungsgrundlage des Betriebes. Insofern muss und kann man verstehen, dass die Veranstalter an der überhaupt nicht beliebten Platzzwillingswette festhalten. Die Viererwette sollte man dann aber noch einmal überdenken. Da halte ich es für sinnvoller, die komplette Kraft auf die Dreierwette zu legen, bis die Umsätze in ganz erheblichem Maße steigen. Die VW macht nur Sinn, wenn man über die Quote es schafft eine Außenwirkung in der Weise zu erreichen, dass die Medien auf den Sport aufmerksam werden. Letztendlich war Rennquintett genau diesem Ansatz entsprungen und am Anfang – wie ich auf meinen Seiten ja darlegte – sehr erfolgreich! Erst als Neukundengewinnung macht die VW Sinn. Das derzeit Neukunden über die Quote nicht akquirierenbar sind, hat die Telewette bewiesen, wo trotz Stützung mit 250.000 DM/ Woche kein Erfolg erzielt wurde, sieht man von einem Springer mal ab.

Insofern kann man derzeit nicht von der Hand weisen, dass die PZW und die VW die Sache verkomplizieren, aber nicht den nötigen kommerziellen Erfolg mit sich bringen. Man sollte die Kirche lieber im Dorf lassen oder themengerecht serviert: die Dreierwettenwetter nicht von der DW ablenken, da dieses die Chance auf höhere DW-Quoten genau in dem Maße dezimiert, wie der Umsatz der VW ist – evtl. sich sogar degressiv verhält!

Es gibt für die VW nur eine Überlebenschance. Die VW kann als Kombiwette durchaus Erfolg haben, wenn man den Grundeinsatz drastisch absenkt! Bei dem besagten Dortmunder Rennen liefen 12 Pferde. Wenn man also ein Pferd auf Platz 1 stellt und eines auf den Plätzen 2-3 und 4 „stellen“, dann bleiben 10 Pferde für zwei offene Plätze. Die Anzahl der Wetten beschreibt sich so 10 (ein freier Platz) * 9 (restliche Pferde auf den letzten freien Platz) * 3 (gestelltes 2-3-4 Pferd) macht 270 Wetten. Für 50 Cents also 135 €! Wahnsinn! Für 10 Cents Grundeinsatz wären es immerhin noch 27 € , also gut 50 DM. Selbst da wird es schon eng. Also Modelle machen und mit sprechendem Namen anbieten. Eine Variante wäre – ich beschrieb es auch schon – 10 € Festeinsatz bei einem gestelltem Sieger und einem gestelltem 2-3-4 Pferd und alle dran; “1-2-gewonnen” nennen wir es mal (übrigens mein Vorschlag “sprechende Namen” ist älter als ”1-2-3 meins”). Bei 12 Startern hätte jede Wette zwar nur einen Grundeinsatz von nicht mal 6 Cents – aber wenn dann nur ein Wetter trifft, dann bekommt er eben die besagten 1600 €. Das die Quote in dem Fall 270.000:10 betragen würde, ist dann wiederum medienverdächtig.

Neu 6.2.04. Ich habe diese Erläuterung neu verfasst, damit ich das auch verstehe!
Da hat doch neulich einer eine Frage gefragt. Wie berechnet die Sportwelt eigentlich die Quoten? Nun, wie die Sportwelt die Quoten berechnet, dass weiss ich auch nicht, aber wie “man” sie berechnet, dass kann ich erklären.

Grundwissen
: 75% aller Einsätze werden wieder an die Wetter zurückgezahlt. Aus Sicht des Rennvereins brauchen wir jetzt die Einsätze und dann kann man loslegen. Rechnen wir mal die Sieg-Eventual-Quote (EVQ) aus: Die Pferde rücken in die Box ein, das letzte Pferd ist drin, die Boxen springen auf, eine Glocke schrillt, der Totoleiter sperrt die Kassen, das heißt, die Wettkassen nehmen keinen Einsatz mehr an.
Jetzt läuft unser Computer an und zählt die Einsätze unserer Kassen zusammen: Einsatz auf Sieg insgesamt 6.382 €. Ausschüttung also 4.786,50 €. Den Einsatz habe ich frei erfunden, die Quoten  aus dem 4. Rennen am 1.2.2004 in Neuss wegen einer seltenen Konstellation entnommen und die Einsätze so zurechtgeschoben das es passt:
Nr. 1  Einsatz 2.240 €
Nr. 2 Einsatz  2.326 €     Nichtstarter 4 und 5
Nr. 7 Einsatz    180 €
Nr. 3 Einsatz    181 €
Nr. 6 Einsatz  1.455 €   Gesamteinsatz 6.382,00 €
                                 Ausschüttung   4.786,50 € (75%)
So nun berechnet man Ausschüttung mal 10 weil zu 10 und das dann durch den Einsatz auf das Pferd:
Bitte Zettel nehmen:
1. Quote 47865:2240=21,36830357= abrunden      21 :10
2. Quote 47865:2326=20,965176.=                      20 :10
3. Quote 47865:180 = 265,91667                      265 :10
4. Quote 47865:181 (!) 1 € mehr=264,4475 =     264 :10
5. Quote 47864:1455=32,8969...=                        32 :10

Die Pferde springen aus den Boxen ab, doch der Computer ist schneller. Die EVQ sind errechnet, bevor das erste Pferd aus der Box draußen ist.

Das Spielchen können Sie mit jedem Rennen machen. Allerdings wird es Zeit in Anspruch nehmen, bis Sie die einzelnen Einsätze so zusammengebastelt haben, dass alle EVQ passen. Am besten man schreibt sich ein kleines Excel Programm --- oder verbringt seine Zeit sinnvoller und glaubt an die Richtigkeit der Quoten. Dennoch ein Schnelltest: Teilen Sie einfach 750 (75% *10) durch die Quoten, runden ab und addieren. Jetzt muss eine Zahl rauskommen die kleiner 100 ist, mindestens aber 100-Starter. Hier kommt raus: 35+37+2+2+23=99!
Kleiner Hinweis für Mathe-Fans. Bei Quoten im 3-stelligen Bereich, die - wie hier - nur 1 Zähler auseinanderliegen, kann man - bei Vorgabe der Einsätze in ganzen Zahlen - exakt berechnen, wie hoch der Einsatz in diesem Rennen mindestens war. Die andere Seite - der maximale Einsatz - der ist unendlich und deshalb nicht zu berechnen. Diese Konstellation der EVQ von 265 und 264 ist gaaaanz selten und wirklich wie hier dargestellt oft eine Frage von 1 Euro mehr oder weniger
!

Nach diesem Muster werden (fast) alle Quoten errechnet. Nur ein kleiner Ausflug, bevor ich zur Spezies “Platzquote” komme: Wenn Sie lesen, dass im x.ten Rennen in der Dreierwette ein  Jackpot von 8.800 Euro zur Ausschüttung kommt, dann hat das den Grund, dass bei einem Rennen des vergangenen Tages (bei Meeting möglicherweise auch des vorletzten Tages) in einem (oder mehreren) Rennen die Dreierwette (Zweier- oder Platzzweierwette) in der richtigen Reihenfolge nicht getroffen wurde. Die früher gültige Regel, dass dann derjenigen gewinnt, die die drei Pferde in jeder anderen Reihenfolge getroffen hat, ist gestrichen worden. Waaas? Sie hatten den Sieger an erster Stelle und die anderen beiden vertauscht? Sie hatten 1,50€ gewettet? Dann wäre, hätten Sie die richtige Reihenfolge angekreuzt, das Ihr Preis gewesen: 58.666:10! Ach nein, Sie hatten sogar mit 5 € gewettet? Pech, dann wäre die Quote nur 17.600:10 gewesen. Ist ja klar, Sie wären der Glückspilz gewesen der die 8.800 € bekommen hätte, egal mit wieviel Einsatz Sie wetten. Aber wir hatten ja vereinbart, “hätte” wird gestrichen. Sonst ärgert man sich wahrlich tot. Ich kenne da tatsächlich jemanden - beim Buchmacher auf der Reeperbahn- , der will im Lotto den Jackpot von meinetwegen 5 Millionen € nicht nur alleine haben, sondern das Doppelte, gleich 10 Millionen. Deshalb macht er alle Tipps doppelt. Sehe schon, Sie haben verstanden!
Richtig ist, wenn zwei mit je 1,50€ treffen, teilen sie sich die Quote. Macht einer 1,50 und der andere 3€, dann bekommt der eine 1/3, der andere 2/3. Nur für diesen Fall hat der Lottospieler einen brauchbaren Effekt erzielt. Niemals den gewünschten

Platzwette: Ohne lange Vorrede fangen wir gleich mal an die Platzwette zu rechnen. Nehmen wir mal an, dass die obigen Wetteinsätze nicht auf Sieg, sondern auf Platz waren. Platz, soviel vorab, gilt normal als gewonnen, wenn das gewettete Pferd auf eines der ersten drei Plätze kam. Waren allerdings weniger als 7 Pferde am Start, gewinnen nur die Wetten auf die beiden ersten Pferde (Achtung! Es geht nicht darum wieviel Pferde starteten, sondern am Start waren. Wenn in letzter Sekunde ein Nichtstarter das Feld auf unter sieben dezimiert, dann bleibt es bei drei Platzwetten). Für unsere Berechnung im Folgenden ist es nicht wichtig, ob wir tatsächlich jede mathematische Feinheit beachtet haben. Mir geht es darum, dass Sie das Prinzip verstehen. Man muss ein Spiel verstehen um erfolgreich zu sein. Quotenwissen nie unterschätzen! Wichtig. die 10:10 Regel. Da der Mindestgewinn mit dem Einsatz identisch ist, muss jede Wette mindestens 10:10 betragen. Im ersten Beispiel nehmen wir an, dass der Einlauf 1-3 war. Ok,  wir haben also erstmal das Geld so auf zwei Pferde zu verteilen, dass die Quote jeweils schon mal 10:10 steht. Deshalb ziehen wir zuerst die Einsätze der beiden Gewinner vom Ausschüttbetrag ab= 4.786,50 minus 2240 minus 180= Rest 2.366,50. Jetzt erst teilen wir den Betrag durch 2 (ab 7 Pferde durch 3!)= 1.183.25 und nehmen dies - siehe oben - mal 10 = 11832,5. Den Betrag teilen wir durch die Einsätze, runden ab und addieren die vorab ermittelten “10” zur Quote hinzu und kommen so auf: 11832,50 durch 2240 (Einsatz auf 1) = 5,28... = 5 plus 10= die PlQ ist 15:10 auf “1” und 11832,5:180= 65,73.. = 65 plus 10 = 75:10 auf 3 (hätte sich gelohnt, oder). Bitte mit einem Zettel und Rechner prüfen. Das wars.
 
Tatsächlich war der Einlauf ja 1-2. Berechnung jetzt: ziehen Sie die Einsätze vom Ausschüttbetrag  ab (4786,,50-2240-2326) so haben Sie Rest 220,5. Mal 10=2205 durch Einsatz... Sie sehen sofort, das ist weniger als “1” und deshalb bleibt es bei 10:10 für beider Pferde. Der Rest wird demnächst über Jackpot ausgespielt.

Ganz pfiffige kommen nun auf die Idee, dass es ja sein könnte, dass die Einsätze auf die Erstplatzierten zusammen größer sind, als der Ausschüttbetrag. Stimmt. Dazu brauchen wir nur den Einsatz oben von der “6” um 1.000 € zu reduzieren, also annehmen der Einsatz betrug nur 455 €, so wäre nach Abzug von 25% dann noch 5.382 € vorhanden und nur 4.036,50 € auszuschütten. Man sieht auf den ersten Blick, die Einsätze auf 1 plus 2 zusammen sind größer als dieser Ausschüttbetrag. Nun, dann wird halt die Quote auf 10:10 gebracht indem man den Abzug noch nicht vornimmt: 5.382 (auf 6 nur 455€!) minus 2240 minus 2326 =  für Staat und Rennclub bleiben 816 Euro. Wobei ich nicht weiß, kassiert die Steuer alles oder anteilmäßig. Egal, wir haben 10:10 und mehr brauchen wir nicht wissen. Nun ist Ihnen auch klar geworden, dass beim Start nicht exakt vorhergesagt werden kann, wie die Platzquote auf die “1” wäre. Weil nämlich die Quote sich aus dem Zusammenspiel mit den anderen Pferden ergibt, die in die Platzränge laufen. Interessant? Mich hat das fasziniert!

Die tatsächlichen Platzquoten waren übrigens 12:10 für “1” wie für “2”. Warum? “Platzwetter” haben ein anderes “Verhalten”, oder nennen wir es Motivation als Siegwetter. Platzwetter wetten schon eher ein Pferd das etwas besser zahlt und haben kein Interesse an einer Quote in der Nähe von 10:10. Darum kommt es meist so, dass die Favoriten auf Platz besser zahlen, als nach unserem Muster ermittelt. Die Außenseiter zahlen teils erheblich weniger als ermittelt. Wer den Quotenrechner schon hat oder nach Veröffentlichung ausprobiert, stellt fest, dass die Einlauf und Dreierwett-Quoten erstaunlich genau berechnet werden [Zitat eines Testers], die PlQ und die Platzzwillingsquote nur selten in richtiger Relation.

Da ist in Bezug auf die Platzwette bzw. auf die Siegwette noch auf die Wirkung eines “toten” Rennens hinzuweisen. Ein totes Rennen liegt vor, wenn nicht mal die Technik in der Lage ist abzubilden, welches Pferd vor welchem ist. Dies spielt immer nur dann eine Rolle, wenn dadurch der Gewinnerkreis erweitert wird. Bei der Siegwette also, wenn auf dem ersten Platz eine Trennung nicht möglich. Bei der Platzwette, wenn auf dem 3. Platz nicht zu unterscheiden ist, wer 3. und wer 4. ist (daran denken, bei unter 7 Startern Platz 2 und 3). Dann darf die 10:10 Regel gebrochen werden. Grundsätzlich ändert sich an dem Rechenweg nichts, es wird 10:10 oder mehr ermittelt. Nur am Ende werden die Quoten der beiden 3. halbiert. Beiden Dritten? Ok, es gab zweimal bislang die urige Situation, dass auf dem 3. Platz drei (!) Pferde nicht trennbar waren, zuletzt in Hamburg-Horn beim Derby-Meeting 2002. In diesem Fall könnte es einem passieren, dass man mit der Traumquote 3:10 vom Platz geht

OK? Das war für´n Nicht-Mathematiker vielleicht so einfach nicht.  Aber mal ehrlich, irgendwie spannend ist dass schon, oder? Ab jetzt tragen Sie den Titel Dr.Quot!

Ok, die Antwort zur Frage des Lesers will ich Ihnen - in leicht modifizierter Form - nicht vorenthalten:
Zu Ihrer Frage wie die Sport-Welt zu ihren Quoten kommt. Ich weiß es natürlich nicht, denn ich habe auch nie danach gefragt. Außer mich selbst. deshalb habe ich es öfters versucht nachzuvollziehen. Mein Rezept:
Das erste was man wissen muss ist, dass 75% der Gelder an die Wetter zurückfließen. Dann muss man das Wettverhalten sehr gut kennen. Ich bekam dies noch nicht so gut hin wie die SW. Grund am Ende. Ich mache mal ein Beispiel. 5 Pferde:
1. Ahengst     Jockey A.Starke         Trainer H.Kenntfastjeder      Form 1 - 5 - 2
2. BHengt      Jockey Frau T.Ratsch Trainer P.Remmert               Form  5- 6 - 8 
3. CStute       Jockey Carvalho         Trainer M.Hofer                    Form 2 - 2 - 2
4. W-Allach    Jockey F. Dettori       A.Schütz                              Form  4 - 3 - 5
5. Gehfuchs    Jockey F.Minarik       P.Schiergen                          Form  2 - 2 - 5
Nun weiss die Sportwelt, dass man zuerst auf DEN Jockey schaut, hier die 4
Dann Starke, aber der reitet für einen "mittleren" Trainer, also eher nicht 2. Favorit, obwohl zuletzt Sieger. Carvalho ist gut, aber bei Hofer weiß man nie also 3-4. Davor sicher die 5, weil bei Schiergen der Jockey passt. Letzter, weil unbekannte Reiterin, Nr. 2. So und die Mischung aus dieser ersten Info, der Form und ein wenig Fantasie sagen die sich vielleicht: die 4 wetten 33%, die 5 wetten 27%, die 3 21%, die 1 15%  die 2= 4% also 100% auf  alle. Nach dem ersten Ansatz bekomme ständig mehr oder weniger als 100 heraus. Dann muss ich die so ermittelten %-Zahlen halt anteilmäßig anpassen.
Nun rechne ich 750:33=22,7=    warum 750 siehe Anmerkung unten
                                             22:10 auf die 4
                               :27 =       27:10 auf die 5
                               :21 =       35:10           3
                               :15 =       50:10           1
                                 : 4 =     187:10   auf die 2
*750 weil 75% ausgezahlt wird (also die Zahl 75) und da die Quoten auf :10 berechnet sind also mal 10= 750. Im Grunde wird die SW wohl so oder ähnlich vorgehen Ok, dies war vielleicht etwas schwerer als die Erläuterung zur Sieg- und Platzquote.

Heute noch ein paar Worte zur Platzzwillingswette (PZW). Während es 6 verschiedene Möglichkeiten der Kombinationen der ersten 3 Pferde gibt, weil die Reihenfolge ja verschieden sein kann, gibt es bei der Platzzwillingswette nur drei: der 1. mit dem 2. (1. Chance), der 1. mit dem 3. (2. Chance) und der 2. mit dem 3. (dritte Chance). Selbst wenn Sie auf dem Platzzwillingszettel in der Reihenfolge 2-1 angekreuzt haben oder der  Rennbahnsprecher ansagt “Die Quote für die PZW in der Reihenfolge 1-2 beträgt ...” haben Sie gewonnen. Egal ob Sie 1-2 oder 2-1 hingeschrieben haben. Zwilling soll bedeuten “die Reihenfolge ist egal”. Die Zwillingswette steht damit in Konkurrenz zur Einlaufwette (auch Zweierwette genannt) genau wie die Wettart TRIO (in Frankreich angeboten) in Konkurrenz zur Dreierwette steht. Die Quotenberechnung der PZW ist genau wie bei PlQ vorzunehmen!

Formeln für Taschenrechner und Computer:
 Dieses sind - um Missverständnissen vorzubeugen - keine offiziellen Formel der Rennvereine. Es handelt sich dabei um eine von mir selbst und höchstpersönlich entwickelte mathematische Annäherung an die West- und Norddeutsche Quotenwelt. Für Rest-Deutschland bedingt einsetzbar. Für Ausland und Traber absolut untauglich. Sie können sich vorstellen, wenn bei einem normalen Westrenntag nach “Rechnung” 70.000:10” ausgerechnet wird (was heißen würde, dass nur Einer trifft) dann kann es ebenso gut per Zufall sein, dass gar keiner oder auch 3 (bzw. einer mit 5 € Einsatz) trifft. Dann wäre die Quote 0 weil nicht getroffen bzw. 26.000:10 weil 3 trafen. Sie werden dennoch erstaunt sein, wie genau die Formel die Quoten ermittelt.
Bei den Formeln habe ich Q1 für die Eventualquoten (EVQ) des ersten gesetzt, Q2 für die EVQ des zweitplatzierten und Q3 für die EVQ des drittplatzierten Pferdes gesetzt: * steht für multiplizieren (malnehmen), / für dividieren (teilen) und + und - für addieren bzw. subtrahieren.

Einlauf = Q1 * Q2 / 8 * ( 1 - 8 / Q1 )
Musterrechnung bei Quoten 80-90
 
Einlauf= 80*90/8*(1-8/80)
             = 7200 / 8 *(1-0,1)
             = 900       * 0,9 =
 810:10
  
Dreier = Q1 * Q2 * Q3 / 64 * ( 1 - 8 / Q1 ) * (1 - 8 / Q1 -8 / Q2)
Musterrechung bei Quoten 80-90-100
 
Dreier=80*90*100/64* (1-8/80) * (1-8/80 -8/90)
           =720000     /64 * (1-0,1) * (1- 0,1 - 0,08888)
           =11250           * 0,9    *  0,8112=
8.212:10 (abgerundet)


Wie gesagt, ich habe die Formeln auch in Form eines Excel-Programms auf dem PC (sogar mit Platz und Platzzwilling), nur ist es mir noch nicht gelungen, diese Tabelle “internetfähig” zu machen. Falls also ein OfficeExperte unter Ihnen ist, neben dieser Aufgabe wartet auch eine Access-Anwendung (Berichte mit Bitmap) auf Internetfähigkeit.

Falls Sie über einen programmierbaren Taschenrechner besitzen, können Sie die Quoten also nun über den Taschenrechner ermitteln. Ich habe für zwei Urväter der Taschenrechner die Formel programmiert:
Casio fx-180P:

LRN-Modus aufrufen : <mode> 0 (=P1)
8 / <run>  * <K in> 1 [ 8 / <run> ] <K in> 2 / [ 8 * [ 1 - <K out> 1 ] ] <Inv> <K in> =
ergibt die Einlaufquote
LRN Modus für P2 aufrufen: <mode> <Inv> <P2>
* <run> * [ 1 - <K out> 1 - <K out> 2 / 8 =
ergibt die Dreierwettquote.
                        
Casio fx 5000F =


E = 8 / ( ( 8 / A ) * ( ( 8 / B ) / 1 - 8 / A ) ) ) : D = E / C * ( 1 - 8 / A / B )
Das Programm hält bei “:” an und wirft EW-Q aus, dann DW.
Sollten Sie noch keinen programmierbaren Taschenrechner besitzen, so sollten folgende Rechner der Firma Casio passen:
FX-3650P, FX-4800P, FX-4500PA, FX-5500LA. Ich habe die Rechner aber nicht  getestet, testen Sie den Rechner aus.

Buchmacher-Dreierwette für Frankreich: In Frankreich gibt es keine Dreierwette. Üblich ist die Trio - bei der müssen sie die ersten drei in beliebiger Reihenfolge treffen. Quote entsprechend gering. Es gibt zwar die Tierce, aber die Buchmacher zahlen diese Quote nicht aus. Die Buchmacher berechnen die Dreierwette aus der Sieg und den Platzquoten nach folgender Formel: Siegquote :  15 mal Platzquote 1 mal Platzquote 2. Die Formel an sich hat schon Schwächen genug (schwäche aus Wettersicht, also aus Buchmachersicht natürlich Stärke): es ist egal, ob der Außenseiter 2. oder 3. ist, die Quote ändert sich nicht. Ärgerlich wenn der große Außenseiter 2. wird. Da ham´se nischt von. Dann auch ärgerlich: Wenn ein Stallpferd gewinnt, dann gilt die Stallwettquote. Also stellen Sie sich vor, Sie kommen darauf, dass der vermeintlich schwächere gewinnt. Der zahlt 300. Der Stallgefährte ist Favorit. Zusammen zahlen die 20. Jo, da bekommen Sie genau 1-fünfzehntel der Quote die zahlbar wäre. Und glauben Sie nicht, Sie gewinnen auch, wenn der Stallgefährte gewinnt. Nein, die Stallwette gilt nur auf Sieg!!! Beispiel gefällig? 300 durch 15=20 mal 30 = 600 mal 40 = 24.000:10. Also, das bekommen Sie, wenn kein Stallgefährte hier vorhanden. Ist einer vorhanden und der zahlt dann in der Stallwette 20, dann bekommen Sie 1.600:10. Und wenn Sie mal die EVQ mit meinem Quotenrechner durchjagen, dann hätten Sie wohl eher 40.000 bekommen. Mein Tipp. Wenn Sie einen guten Tipp haben, ist die DW besser als wie nichts. Wenn aber “Ihr” Sieger in der Stallwette läuft und mehr zahlt als der Stallgefährte, dann gucken Sie ob der Buchmacher eine gute Festquote bietet. Den DW-Einsatz drauf - wahrscheinlich gewinnen Sie dann mehr als in der DW! Zwei Dinge bessert der Buchmacher nun doch noch aus. Wenn die Siegquote kleiner als die Platzquote, wird die 2,5 fache Platzquote als Siegquote gewertet (warum die Einschränkung “wenn Sieg kleiner” ist ein Rätsel). Und dann noch dies: ist die so ermittelte DW-Quote kleiner als die Trio-Quote, dann ist die DW Quote das 1,1 fache der TRIO Quote. Dagegen noch ein Wermutstropfen: Kommen weniger als 3 Pferde ins Ziel ist alles verloren! ACHTUNG! Möglicherweise haben einige Buchmacher abweichende Regeln. Besser oder schlechter. Bitte prüfen!