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Die Krise beschreibe ich so: Marketing - Punkt Es ist nicht so, dass man ein schlechtes Marketing betreibt, nein, man betreibt gar keines. Folgende Eckpfeiler sind niemals aufgestellt worden: Medienpräsenz, Standortfragen, Marktpotential, Transparenz, Service... wer zählt sie alle?
Weil ich zu diesen Themen unter “Lösungen“ einige Ansätze darstellen möchte, wird hier plakativ dargestellt: Medienpräsenz Ein scheinbar schwieriges Thema. “Wenn das Fernsehen uns nicht will, zwingen können wir es schliesslich nicht”. Ende des Themas. Ein bisschen WDR vielleicht, doch wo bleiben die Andern (mich packt der Schalk! Ein ähnlicher Text von Otto fällt mir dabei ein: “ich will gar nichts von Dir....”, kennen Sie?) . Gibt es wirklich keine Möglichkeit? NEIN! ´tschuldigung. Dachte doch nur, wo es doch früher immer Tennis im Fernsehen gab. Ach, gibt’s nicht mehr seit Steffi und der Boris und der Michael..., ach so. Schade, sind nie ein Paar geworden, also Steffi und Boris. Hätte sich die grüne Presse gefreut. So wie damals beim Eislaufen. Haben auch nie geheiratet oder zumindest nicht in der Kombination Kilius-Bäumler. Und Basketball gab´s noch nicht. Und was war mit Langlauf? Und dann kam Behle, oder genauer, er kam nicht. Aber der Satz “Wo ist Behle”, der kam und blieb. Wissen Sie noch, dass es mal im Fernsehen Skifliegen gab. Früher, gaaaanz früher. Schmitt hiess der eine und Hannawald der andere. Biathlon, sehe ich auch immer wieder gern - also damals - als die Deutschen noch im Geschäft waren. Wann waren früher eigentlich Autorennen zu sehen? Hat ja eine gewisse Verwandtschaft. Schon im Namen. Und es geht darum wer erster ist. Aber sonst, doch eher langweilig, 90 Minuten im Kreis. Man stelle sich vor: Ein 90-Minuten-Galopprennen. Reportage: “Und jetzt geht Gänseblümchen an die Krippe. Wieviel frisst sie, 2-Krippen oder 1-Krippen Strategie. Der Hufschmied hämmert was der Hornspalt hergibt. Und da, ein Huf klemmt. Um Gottes willen, dass kostet Zeit.” Die Kamera schwenkt um und zeigt wie Kaiserschmarren “ääääpfelt..., leichter Rauch kommt auf, Getriebeschaden! Das ist schade, das ist schade, zwei Runden vor Schluss. Damit ist der Titel in weite Ferne gerückt..:”
Wann fällt denn der Groschen. Haben wir keine Stars? Natürlich haben wir welche: Starke, Suborics, Tai Jin, Ranson O´War - ein Knüllerprogramm. Wir gewinnen seit Jahren die wichtigsten Rennen im Ausland. L-A-N-D-O! Was für ein Pferd. Wir müssen lauter schreien. Nicht vornehme Zurückhaltung... Pardon Herr Graf. Ach die Presse interessiert sich auch nicht für uns? Keiner liebt uns. Das glaube ich nun noch weniger. Mindestens zu Grossereignissen sind seitenweise Berichte zu finden. Zu den nationalen Schachmeisterschaften sah ich noch nie ein Bild, da geht auch keiner hin. Welcher Sport liefert solch spektakulärere Bilder wie unser? Welcher Sport hat soviel Sprachelemente in der Tagessprache? “Bundesliga-Nordderby” (obwohl Lord Derby sich ´darbie´aussprach), “eine Nasenlänge voraus” (ich denke nicht, dass damit Mike Krüger gemeint ist). Welcher Sport findet in der Werbung soviel Metaphern? Wo überall sieht man ein Bild von einem rasant um die Ecke rauschendes Galopprennfeld. Ich suchte jüngst ein Hotel in Köln. Ging auf Internetseite www.holiday-inn.de und sah ein Bild eines Galopprennfeldes unter “Specials and Events”. Nun, dachte ich, Köln und das Bild, was bieten die mir für Pferderennen an? Vielleicht einen Sonderpreis zum Grand-Prix-Aufgalopp. Ein Klick und schade, nichts Galopprennen, kein Grand-Prix-Special-Preis, gratis mit Freikarte oder so. Also eine Metapher, ein Blickfang, bunt... welcher Reiz mag in dem Bild stecken, wenn ein Hotel das Bild nutzt, ohne das Erwartete anzubieten (übrigens keine gute Strategie: ein Bild weckt Erwartung, Nichterfüllung Enttäuschung, gleich Abkehr - soweit ein Marketingexperte). Unser Tagesleben ist also “in aller Munde” und “immer im Blick” und wir machen nichts draus? In den 60er Jahren ging man in Hamburg auch zum Derby, aber vor allem zu Hein Bollow. Auf allen Plakaten war Hein Bollow, ein richtiger “Hamburger Jung”. Gehört Buxtehude nicht auch ein klein wenig zu Hamburg? Andrasch selbst sieht sich als Hamburger! Mehr demnächst in diesem Theater...
Und bitte, nicht vergessen: heute 7. Februar 2004: Live-Übertragung des Frauen-Fussball-EM-Qualifikationsspiels Portugal versus Deutschland im Zweiten. Sieht man da wirklich besser?
Übrigens bei den heutigen Live-Übertragungen aus Bahrenfeld (08.02.04) gab es ein Interview mit Hennig Rathjen und dem Goldhelm Wewering. Dort wurde von “Spass und Ideen” gesprochen und auch an Idole wie Boris Becker erinnert. Das seinen Lösungsvorschläge heraus aus der Misere im Trabrennsport! Also so ganz allein stehe ich nicht da, mit meiner Meinung - wer kennt eine Ideen der Verantwortlichen?
Standortfrage OK, es ist schon etwas aufwendig, wenn alle Aktiven mitsamt der Rennbahn tingeln gehen. Also muss der Besucher möglichst kommen. Dann haben wir vollen Einsatz des Wetters ohne Zusatzkosten, wie Provision, Leitung usw. Aber wieviel Fans wohnen weiter entfernt als nur 3 Strassenbahnstationen? Spätestens zu Meetings sind die meisten Fans weit überfordert in Bezug auf Zeit und Kosten. Also zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Dies gilt aber nicht für Kunden, sondern in erster Linie für Anbieter. Media-Markt Kunden sollen nicht blöd sein, der Anbieter wäre es, wenn Media Markt nur in München geblieben wäre, dort wo er entstand. Und da ein Rennbahntransport nicht nur aufwendig, sondern fast unmöglich ist, könnten es doch die schon seit langem angekündigten 1.000 Büros im gesamten Bundesgebiet sein. Es riecht nach “Faust” wenn das Direktorium sich auf Investoren verlässt, die letztendlich dann überhaupt nichts tun. Wer, ausser den Rennvereinen, hat ein Interesse daran, Kunden, die aus organisatorischen Gründen die Rennbahn nicht aufsuchen können, zu bedienen? Wie ist denn der Erfolg bei der Vermittlung von Wetten durch Buchmacher. Sicher, die Buchmacher sehen auch, dass sie die Kuh die sie melken, nicht schlachten dürfen. OK, das Bild passt so ganz hier nicht, nein es ist gänzlich falsch. Die Buchmacher denken nicht ans Schlachten, sie melken nicht, sondern der Turf bringt die Milch freiwillig. Pferdewetten-online, das muss ich auch sagen, bringt sogar lobenswerter Weise immer wieder den Hinweis auf ihrer Wettseite, man möge doch die Rennbahnwette durchführen, damit die Rennvereine weiter Rennen veranstalten können, in einschlägigen Wettbüros soll bislang kein entsprechendes Schild gesichtet worden sein. Was ist, wenn die Buchmacher eines Tages keine Pferdewetten mehr vermitteln, sondern wirklich nur noch Sportwetten? Eigentlich ist hier schon alles in Richtung Lösung gesagt. Obwohl, da habe ich auch noch ein paar, etwas sehr fantastisch, im Sinne von phantasievolle, Ideen.
Marktpotential Mit Einführung des Euros ist vieles teurer geworden. Restaurant, Computer, anfangs gar Lebensmittel und heute noch alles, was man nur sporadisch benötigt. Dort wo Vergleiche schwer sind, ist der Preis nach wie vor zu hoch. Ich finde der Vergleich zwischen Rennbahnwetten und Buchmacherwetten ist gar nicht so schwer anzustellen. Die Rennbahnen haben den Einsatz von 2,50 DM auf 2 € bzw. bei Einlauf und Dreier auf 1,5 € angehoben. Die Buchmacher haben den Mindesteinsatz reduziert. Konkret von 0,588 € auf 0,575 € oder in DM von 1,15 DM auf unter 1,13 DM. Klar, ein Rundungsproblem. Aber die Buchmacher sind gar nicht erst auf die Idee gekommen 0,70 € (entsprechend der Preiserhöhung bei DW auf der Bahn) oder gar 90 Cents (entsprechend Preiserhöhung der Bahnsieg-Platzwette) zu verlangen. Nein, im Gegenteil, sie können Kombiwetten gar noch billiger bekommen. Es ist kaum zu glauben, die Buchmacher finanzieren den Ausbau ihrer Organisation mit Cents! Konkrete Vorschläge und auch neue Ideen - demnächst in diesem Medium.
Ich weiss nicht, ob dies richtig herauskam: der Galoppsport leistet sich den Luxus, das Marktsegment “Kleinwetter” auszulassen. Und so sieht ein “Kleinwetter” bei der Dreierwette aus: Er setzt ein Pferd auf “1”, ein Pferd auf “2+3” und hängt alle dran und spielt - mangels Angebot - beim Buchmacher mit 50 Cent. Das kostet im Schnitt 10 € also pro Renntag 80 bis 100 € Euro. Klar das Buchmacher da expandieren.
Transparenz Eine Sportwette ist so einfach, das versteht ein dreijähriges Kind. Sie ist transparent, denn da laufen 22 Männer nach einem Ball, weil die so arm sind, dass sie sich keinen Eigenen leisten können, oder so ähnlich. Was Abseits ist, weiss keiner so recht, aber das ist egal. Abseits ist es auf jeden Fall, wenn der Schiedsrichter nicht pfeift und ein Tor fällt. Sportwetten sind ganz einfach. Sportwetten sind nicht so sehr interessant, eher langweilig. Galopprennen ist sehr komplex. Komplexer als Trabrennen und alle anderen Sportarten - nur Football erscheint mir noch schwieriger. Ist es aber so schwer, dass dies niemand den neuen Besuchern erklärt? Die Infos in den Programmen. Also entschuldigen Sie bitte, dass ist nicht ihr Ernst! Internet, ja, die Seiten sind nicht schlecht. Nicht die Information, die die Leute haben wollen, ja schon besser als noch vor Jahren und das was man zu Papier gebracht hat. Pferdewetten sind unheimlich spannend, nur das weiss noch keiner. Soweit im Ernst. Und nun haben wir wieder Spaß: Besonders gut gefällt mir die Direktoriums-Seite mit dem Hinweis, dass es feste Zeiten gibt, zu welchen man in der Telewette auf dem Sender N-TV Galopprennen sehen kann. Ab 16.10h bis 17.00 h! Und es gibt auch immer Vorschauen um 12.50, 13.50 und 14.50h. Ich glaub mein Fernseher ist defekt. Kommt immer was anderes!
Wer hat es, das Galopprennen, mir beigebracht? Wollen Sie es genau wissen, ja? Etwa ein Dutzend Pferdebücher, eine Rennordnung und hunderte von Rennbahn- und zig-Trainingsbesuche. Wenn ich nicht ein Mensch wäre, der alles gaaaaanz genau verstehen muss, wäre ich schon lange weg und könnte diese Seiten nicht mit diesem Themenkreis füllen. Anfangs hat die Neugier mich gepackt, heute die Leidenschaft - und das in meinem Alter... Einige meiner Leser deren eMails mich erreichen, sind froh einen Ansprechpartner gefunden zu haben, der ihnen “dies und das mal erklären kann”. Da sind wir schon wieder bei Loriot oder Wilhelm Bendow, nicht wahr. Nur meine Leser können nicht darüber lachen. Eine Leserin hat noch nie gewagt eine DW abzugeben, weil sie nicht hinreichend Informationen von der Rennbahn erhält. Sie freute sich riesig, weil es ihr gestern bei ihrer ersten DW mit den hier gegebenen Erläuterungen gleich beim ersten Mal gelang zu gewinnen. Wer setzt dort an? Ein anderer schrieb kürzlich “wollen die Herren gar nicht, dass man das versteht? Aber ich werde doch mein sauer verdientes Geld nicht ausgeben ohne zu wissen wofür.” Ja, das befürchte ich, ist des Drudels Kern.
Service Da war ich ja gerade eben. Das ist hier nicht weit entfernt vom letzten Satz des letzten Absatzes. Ich finde den Internetauftritt des Direktoriums Klasse. Und das ist ernst gemeint, nicht zynisch, nein voller Ernst - versprochen. Aber, der Auftritt ist - neben den nackten Fakten - dünn und wie oben aufgezeigt - überholt. Ich nenne es mal “emotionslos”. Da ist kein Feuer, da sind keine aktuellen Infos. Sachlich 1, fachlich 2, Informationswert = 5. Tut mir leid, aber seriös allein reicht heute nicht mehr.
Das Schlimmste ist aber dies. Service im Internet definiere ich so: eine Seite mit Infos betreiben und Fakten. Dies wird schon nicht vollends erfüllt. Aber bei Service darf man eines nie, nie und niemals vergessen: eMail müssen alle beantwortet werden. Meine vorletzte an das Direktorium wurde beantwortet. Seitdem (aber vielleicht nicht deswegen) gibt es Infos zu Auslands-Grupperennen. Vielen Dank Frau R. Mein letztes trug den Hinweis, dass man sich eine Antwort ersparen kann, wenn man nicht will. Deshalb ist es legitim nicht zu antworten. Aber alle anderen eMails vorher fanden niemals eine Resonanz. Ein “vielen Dank für den Hinweis, habe ich weitergeleitet”. wäre OK. Ein Brennprogramm welches ich verwende, hat im Detail Fehler, die mich ärgern, weil ich sie bräuchte, aber wer bearbeitet Schallplattenaufnahmen so intensiv wie ich. Deshalb war die Antwort “haben wir unserer Entwicklungsabteilung weitergeben” befriedigend. Fa. CCP hat nach Jahren monierte Fehler im exzellenten Grafikprogramm Studio (siehe meine Besitzerfarben auf den Tippseiten) beseitigt und früher entsprechend geantwortet. Aber nichts vom Direktorium, keine Antwort, das ist schlechter Stil. Und es ist nicht so, dass dies nur das Direktorium betrifft. Ein Rennverein sagte mir “ach, sie schreiben immer Briefe (??? Anmerkung: zwei), die müssen wir alle lesen”. Joh, sonst hätte ich eine Kassette geschickt, die hätten sie anhören müssen. Na ist doch wahr! Auf eine allgemeine Anfrage hat ein anderer Rennverein nicht geantwortet. Die Bitte das Symbol-Bild der Rennbahn meiner Bahnbeschreibung unterlegen zu dürfen, ist unbeantwortet (bei dem Umsatz fehlt wahrscheinlich die Briefmarke für das eMail. Na, ich werde doch wohl ein Oval selbst zustande bringen mit Studio 3.0!). Nur selten erhielt ich Antwort, stellvertretend: danke Düsseldorf!
Nicht, dass ich mir hier den Frust von der Seele schreiben will. Kinder, mir ist das Wurscht. Also wenn’s nicht anders geht, dann gucke ich bis die letzte Bahn schliesst und habe Zeit für meine anderen Hobbys. Aber viele meiner Leser berichten genau das: kein Service, keine Antwort, nur Ignoranz! Stimmt das? Es sieht so aus. Wen er die Liebe seines Volkes nicht erwidert, verliert der König sein Volk.
Versöhnlicher Ausklang Irgendwo hatte ich gesagt, ich will nicht meckern, sondern kreative Vorschläge machen. Aus meiner Sicht habe ich dies bislang erfüllt, nur das mit den kreativen Ideen, das ist teils nur angedeutet oder aber nicht gesagt. Gemeckert, nein gemeckert habe ich nicht. Wer etwas sagen möchte, sollte das gleich tun oder ewig schweigen. Habe ich irgendwie noch im Kopf. Ich habe nicht geschwiegen. Wenn man Fehler aufzeigt, dann ist das legitim. All das tat ich hiermit. Die Beurteilung obliegt jedem Einzelnen. Je Betroffener, desto mehr. Ich denke die Entwicklung der Menschheit beruht auf Meinung und Widerspruch. Auf Versuch und Irrtum. Auf Respekt und Achtung...
Die Folgeseite “Vorschläge” starte ich demnächst. So peu-a-peu. Ich verstehe jetzt aber die Zuschrift, die mich anspornte, aber auch warnte, dass ich auch an meine Freizeit denken soll. Ja, Herr C., Sie haben Recht. Hätte ich nicht gedacht, was das für ein Aufwand ist. Aber, ich freue mich auch, dass es viele Menschen gibt, den den Sport lieben und mit mir um die Zukunft des Turfs in Deutschland bangen. Ich bin, so man mich bittet, gerne bereit auch Ihre Sorgen hier auszusprechen. Die einschlägigen Foren eignen sich m.A.n. hierzu leider nicht.
Ich bin gespannt, ob und wer sich angesprochen fühlt. Ich bin gespannt, wie oft ich Zustimmung oder auch Widerspruch ernte. Ich werde mir erlauben, so den eine repräsentative Menge zusammenkommt, dies auch zusammenzufassen - keine Angst ohne Namen, nicht mal mit E , F oder G-Punkt: info@galopprennen.org
So, das sind nun über 1,13 Meter Internet-Seite. Hoffentlich sind Sie jetzt nicht erschlagen oder frustriert. Nein, ich will Ihre Kampfeslust sehen und Ihr Engagement. Es kann nicht schaden, wenn sie sich auch direkt an Rennvereine und Direktorium mit Hinweisen und Wünschen wenden! Natürlich werde ich auch weiterhin alle Post lesen und beantworten. Bis denn!
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