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Systematik
Natürlich bleibt es Ihnen überlassen, ob Sie mit 10 € Grundeinsatz anfangen oder weniger (was die Sache etwas billiger machen kann), oder ob Sie mit höherem Grundeinsatz anfangen (was die Sache sehr viel teurer machen wird). Ihre finanzielle Ausstattung ist sicher das Maß des Einsatzes; bedenken Sie aber, dass ein Einsatz von mehren 100 Euro auf Sieg die Quote von 200 leicht auf 80 bringen kann. Bei der ganzen Sache müssen Sie sich dann auch eine besondere Regel aufstellen. Es könnte ja sein, dass Sie über die 9 Rennen eines Renntages hinweg überhaupt nicht gewinnen. Dann würde die Frage lauten: nehmen wir den Verlust hin und beginnen am nächsten Renntag von vorne oder setzen wir die Reihe fort. Ich rate von solchen Systemen einfach ab, möchte sie aber nicht unterschlagen. Nach diesem ersten Ausflug bleibt eines wohl haften: die auf bestimmte Gewinne ausgerichteten Systeme sind unsicher und haben das Prädikat „mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“. Suchen wir also nach einer anderen Art und zwar B. übergreifende Systeme Die Siegwette als Zweierwette Sie kennen sicher Leute, die „spielen“ die Zweierwette nach dem Muster X – alle. Um dies in Zahlen zu fassen und unter Annahme, dass das „gemeinte“ Pferd die Nummer „4“ ist und 8 Pferde laufen: 4-1, 4-2, 4-3, 4-5, 4-6, 4-7, 4-8 oder eben 4- alle Es gibt zwei Gründe, eine solche Wette nicht zu machen: 1. Es ist Ihnen zu teuer „alle“ Pferde an „Ihren“ Sieger anzuhängen 2. Es kommt relativ häufig vor, dass die Zweierwette mit dem oder einem der Favoriten als Zweiten nur wenig mehr zahlt, als die Siegwette selbst. Ja es kam sogar schon vor, dass die Siegwette mehr zahlte als die Zweierwette – spätestens dann, wenn der Sieger ein Riesenaußenseiter ist und der zweite der Favorit. Nun in beiden Fällen, können Sie die Siegwette mit einer oder mehreren Zweierwetten kombinieren. Fall 1 (sparen) Da es Ihnen zu teuer ist, machen Sie eine Siegwette (2 €) und zwei Einlaufwetten (á 1,50€) = 5 € Nach diesem ersten architektonischem Aufbau kommt die zweite Systemkomponente: welche Pferde dranhängen. Und auch hier rate ich Ihnen eine bestimmte Kontinuität! Was macht es für einen Sinn, die beiden Favoriten anzuhängen? Wenn es kommt, dann kommt wenig. Was macht es für einen Sinn, die beiden größten Außenseiter anzuhängen? Zahlt viel, kommt aber sehr selten! Mein Rat: hängen Sie zwei Pferde aus dem mittleren Quotenbereich „ran“. Beispiel: Wenn ich in Frankreich bin, dann kombiniere ich immer „mein“ Pferd mit den beiden, die am der EvQ 160 am nächsten kommen „ran“. Und dass kommt öfter als man denkt! In Deutschland würde ich die beiden Pferde z.B. nehmen, die am nächsten der EvQ 80 liegen. Kommt verdammt oft! Oder nehmen Sie „gute Jockeys“ aus einer vorher festgelegten Liste (z.B. die beiden Jockeis die Sie zuerst in der „Ihrer Liste“ finden. Die Liste könnte so aussehen: Minarik, Hammer-Hansen, Carvalho, Silverio, usw). Sie brauchen nur den Sieger treffen und haben einen zusätzlichen – wahrscheinlich recht hohen – Gewinn, wenn „ihr“ Zweiter stimmt. Haben Sie nichts getroffen, dann haben Sie immerhin eine Menge Geld gegenüber „4-alle“ gespart!!! Fall 2 (mehr gewinnen plus Nebeneffekt: doppelt gewinnen) Besonders dann, wenn „Ihr“ Sieger ein Außenseiter ist, ist die Gefahr nicht gering, dass die 2 oder gar 3 Wetten mit den Favoriten jede für sich weniger zahlt als der entsprechende Einsatz auf Sieg. Beispiel: die 4 siegt und zahlt 280:10. Die Zweierwette mit 4-1 würde 320 zahlen, die Zweierwette mit 4-2 440. So erhalten Sie im Falle des Einlaufes 4-1 für Ihre 1,50 € 48 € bzw. für 4-2 66 €. Hätten Sie aber die 4 allein mit 3 € auf Sieg gewettet, dann hätte Sie 84 € erhalten. Deshalb lassen Sie die Zweierwetten mit den Favoriten auf Platz zwei weg (Regel schaffen, z.B. alle Favoriten unter 30) und machen nur die Zweierwetten 4-3-, 4-5, 4-6, 4-7 und 4-8 aber wetten die 4 mit den ersparten Einsatz auf Sieg mit 3€. Effekt: Sind die Favoriten zweiter, haben Sie mehr und sind andere Zweiter, dann haben Sie doppelt gewonnen! Achten Sie mal auf die ZweierwettQuoten: immer dann, wenn die Zweierwette nicht mindestens das doppelte zahlt wie die Siegwette, wäre dies ein Fall für die “Sieg als Zweierwette” Methode gewesen. Ja so stelle ich mir Systeme vor. Zweierwette als Dreierwette Nun ist nicht mehr viel zu erklären, Sie können dies im Grunde nun selbst entwickeln! Ich plaudere mal aus dem Nähkästchen: Als ich meine ersten Dreierwette im Kasten hatte, wollte ich mehr und größere Dreierwetten treffen. Bald merkte ich, wenn ich die Richtung „mehr“ einschlug, dann gab es weniger Geld (Dreierwetten mit Favoriten). Schlug ich die Richtung „größere Dreierwetten“ ein, wurde es teuerer. So begann ich meine DW-Karriere mit einer 50-50 Mischung: Zweier z.B. 4-1 und Dreier mit 4-2-1. Nebeneffekt, ich gewann bei 4-1 mit jedem Dritten. Wurde die „1“ Dritter gewann ich immerhin dann, wenn die 2 zweiter war. Bald wollte ich dann nicht nur 2 Pferde kombinieren, sondern 3. Eigentlich also Dreierwetten wie folgt: 4-1-2, 4-1-3, 4-1-5 und 4-2-1, 4-2-3, 4-2-5 und 4-3-1, 4-3-2, 4-3-5 und 4-5-1, 4-5-2, 4-5-3 also mithin 12 Wetten. Das war aber zu teuer! Also machte ich 4-1, 4-2 und 4-3 als Zweier und nur 4-5-1, 4-5-2 und 4-5-3 als Dreier und damit 6 Wetten. Und irgendwann kam ich dann auf Zweierwetten mit z.B. 4-1 mit 10 DM und 4-alle-1 mit 2,50 DM. Und war noch erfolgreicher! Die Dreierwette Und damit kommen wir eigentlich zu einer Vielzahl von Möglichkeiten. Man kann hier viel Fantasie entwickeln... oder erfolgreich sein. Ich gebe Ihnen den Schlüssel zum zweiten Weg: Auch hier wäre die Statistik der Sicherheitsschlüssel par excellance, doch diesen Zeitaufwand spart man sich gerne. Dabei wäre dieser Zeitaufwand besonders wertvoll, nicht nur, weil Sie genau wissen, wo und wie Sie erfolgreich werden, sondern weil das Verständnis für diese Materie genau aus dieser Quelle stammt. Glauben Sie es mir. Weil Sie ja doch keine Statistik führen soviel ohne dass ich nun weiter lange Aufsätze schreiben will: Man kann die Wetten in der Breite (z.B. ein Pferd auf Platz 1, 2 und 3 stellen und X-Pferde dran) oder in der Tiefe konstruieren (1 Pferd auf 1 und ein weiteres Pferd auf 2-3 und alle dran) spielen. Die Statistik zeigt: in der Tiefe liegt die Wahrheit. Dabei ist es mir Recht, wenn Sie das nicht glauben, denn eigentlich mindere ich meinen Erfolg umso mehr, desto mehr Sie mir glauben. Weitere Weisheiten zur Frage der Raumlehre spare ich mir deshalb auch. So richte ich Ihr Augenmerk auf die beiden Systeme: a. 1 Sieger und X Pferde kombiniert b. 1 Sieger (Stellpferd), 1 zweites Stellpferd (als 2. und 3.) und „alle“ als Kombi Zwischen diesen beiden Systemen gilt es die Entscheidung zu treffen. Was Sie nun noch brauchen ist eine kleine Formel für den einen und eine noch kleinere Formel für den anderen Fall, damit Sie wissen, wie viel Sie das kostet: a. Kombipferde- mal Kombipferde-1=Wettanzahl Bespiel: Sie entscheiden sich mit 4 Pferden zu kombinieren: (4) mal (4-1) = 12 Wetten Genau so schlage ich ja in meinen Tipps die „kleine“ Dreierwette vor. Auf dem Schein müssen Sie also Ihren Sieger auf dem 1. Platz und die anderen 4 Pferde in das Feld „Kombi“ eintragen b. Anzahl der Starter weniger 2 mal 2= Wettanzahl Beispiel: 10 Starter= (10-2) * 2 =16 Wetten: Auf dem Wettschein tragen Sie Ihren Sieger auf den 1. Platz ein, das zweite Stellpferd auf die Plätze 2 und 3 und alle anderen Pferde als „Kombi“, also die bei mir so genannte „große Dreierwette“. Fertig. Mehr kann ich Ihnen mit gutem Gewissen nicht empfehlen. Wenn z.B. in Foren geschwärmt wird von Wetterfolgen, wenn man ein Pferd in der DW als 1-2-3 stellt und dann 6 Pferde dran, dann müssen Sie sich nur entscheiden, wem Sie glauben. Wenn Sie mir glauben wollen, dass muss ich zugeben, dann brauchen Sie gute Nerven. Man hat da schon mal ein Loch und gewinnt ein paar Wochen nichts. Aber glauben Sie, dass dieses Loch kleiner ist, als das finanzielle Loch, was die Kollegen aus den Foren ihnen ins Portmonee (oh grausige neue Rechtschreibung,. Portemonnaie hätte doch jeder verstanden!) gerissen hätten! Mit nötiger Erfahrung und vielleicht auch anhand meiner Tipps kommen Sie wahrscheinlich – aber ohne Gewähr - auf die Siegerstraße. C. Ihre Vorauswahl zum System System Rennart, System Rennplatz, Jockey Man mag ja darüber streiten, ob dies überhaupt ein System ist oder nur eine Gewohnheit, Marotte oder kalkuliertes Risiko. Egal, auf jeden Fall, es ist ein wesentlicher Schlüssel. Wenn Sie meinem Rat folgen, stellen Sie in Bezug auf die Rennarten folgendes fest: Siegwetten sind in Ausgleichen sehr schwer zu treffen. Profis wetten daher zu 80% in Altersgewichtrennen (und selten in Hauptrennen!) Hohe Zweier- und Dreierwetten gibt es vor allem in Ausgleichrennen. Konzentrieren Sie sich also – je nach bevorzugter Wettart – auf die entsprechenden Rennen. Lieber bei unpassenden Rennen einen Einsatz sparen, als vor passenden Rennen pleite! Ähnliche Betrachtungen können Sie bei Rennorten auch feststellen. Dort ist die Tendenz allerdings eher die, dass es unter den Jockeis Spezialisten für den Rennort gibt. Wobei der „Spezialist“ nicht unbedingt ein guter Jockey sein muss. Oft kommt die Beschaffenheit der Bahn der Angewohnheit des Jockeis nahe. Aber das ist egal, wenn Sie merken Jockey X gewinnt in Y häufiger als andere, na dann haben Sie doch eine Grundlage für Ihr System! D. Ihre Endauswahl zum System 1. Tipp: Setzen Sie Jockeis, die zu selten gewinnen, niemals auf den ersten Platz. Ein Jockey, der in 200 Rennen nicht einmal siegte, sollte nicht die Basis für Ihre Wette sein, selbst wenn er den Favoriten reitet, der mit einem Starjockey 18:10 zahlt. Vielleicht wird genau dieses Pferd trotzdem Favorit, aber dann für 44:10, vielleicht. Nur wird dieser Jockey nicht gerade das 201. Rennen gewinnen. Das ist für Ihre Wette gut, denn wenn der Favorit nicht gewinnt, zahlt die Wette besonders viel! Auch auf dem 2.+3. Platz würde ich einen solchen Jockey nicht festschreiben! 2. Streichen Sie niemals nur 1 oder 2 Pferde, weil diese vermeindlich absolut unmöglich sind; von vielen als Vollstreicher bezeichnet! Das gilt umso mehr, wenn wenig Pferde starten. Augen auf! Mehr sag´ i´ net! 3. Nehmen Sie niemals die EvQ als Maßstab für Ihre Wette (Ausnahme Sie bauen immer die Pferde ein, die am nächsten an 80:10 oder an einer anderen gedachten Zahl liegen). Insbesondere ändern Sie Ihre Wette nicht deshalb, weil Sie den Favoriten nicht in der Wette haben oder gar, den Favoriten nicht auf Platz 1 haben. Eher umgekehrt! Gerade weil Sie anders wetten, sind Sie erfolgreich! 4. Springen Sie niemals zwischen zwei Systemen hin und her oder ändern Ihre Tipps/ Systeme, nur weil Sie zum 10. Mal daneben lagen. Stellen Sie sich die Wetten als Berge und Täler vor! Dabei ist es schwer und selten den Gipfel zu erreichen, das Tal erreichen Sie mühelos! Wenn Sie nun im Tal sind, verlassen Sie den Weg nicht, denn die Wahrscheinlichkeit, dass Sie wieder in ein Loch (Tal) treten ist sehr groß, dabei stieg gerade mit jedem Tal-Tritt die Wahrscheinlichkeit, mal wieder den Gipfel zu erreichen. Ich werde noch weitere Gedanken anfügen. Vorerst lasse ich hier mal ein “Komma” stehen, damit Sie sich äußern und anregen, worüber ich etwas schreiben soll und vielleicht stellen Sie auch Fragen zu Ihren Ideen. Und hier meine Antwort auf eine prompte Anfrage, die wir überschreiben können mit Ein Vorschlag für alle “Wett-Starter” zur Zweierwette: Ihre Gewohnheit: Sie wetten in jedem Rennen Sie wetten nach Sympathie Sie wetten nur die 2-3 Favoriten Sie meiden den Favoriten und zwar einer dieser drei Dinge wie es Ihnen gerade einfällt 1. Einstiegsregel Wetten Sie nicht in allen Rennen, dafür aber in bestimmten Rennen in breiterer Form (so eine Art Mähdrescher anstatt Sichel, die ja einen kleineren Wirkungsgrad hat). Welche Rennen kommen infrage? Vorab alle Ausgleichrennen s t r e i c h e n! Gnadenlos, bis Sie ein Wettgespür entwickelt haben. Sie erkennen bei anderen Rennformen viele wichtige Details von ganz allein, die Ihnen später bei Ausgleichrennen weiterhelfen. Am besten eignen sich die 3-jährigen Rennen ab frühestens Mai. In zweiter Linie Altersgewichtrennen – ohne Sieglosenrennen In dritter Linie Altersgewichtrennen – Sieglosenrennen und das alles bitte nur auf Westplätzen, Hannover und Hamburg. Baden-Baden nur sehr eingeschränkt, wenn Sie etwas mehr Erfahrung haben. Schauen Sie also nach, wie viel Rennen dieser Art es an dem Tage gibt und teilen Sie sich Ihren Einsatz auf genau diese Rennen auf. Ändern Sie Ihre Strategie nicht vor Ablauf eines Rennwochenendes – am besten sogar erst nach Ablauf eines Monats, wenn Sie glauben, in anderen Arten-Orten erfolgreicher sein zu können. Aber ich glaube nicht, dass Sie eine höhere quantitative Ausbeute erreichen können (kann ich auch nicht, nur qualitativ – also in Bezug auf Quote – wird es mit Erfahrung in anderen Arten steigerungsfähig werden.). 2. Wettarten bestimmen Denken Sie an meine Informationen zum Thema „System“. Im Grunde genommen ist jede Zweierwette nichts anderes als eine detaillierte Siegwette. Oder anders herum, ist jede Siegwette eine zusammengefasste Zweierwette. Genau da setzen wir an. Für 20-30 Euro können Sie am Tag ja 10 (Sieg) – 20 (Zweier) Wetten abgeben. Ich gehe mal von 12 Wetten aus, die Sie in 4 Rennen konstruieren. Dabei benötigen wir erst einmal einen Sieger und zwei Störenfriede. Setzen Sie also 2 Euro auf den Sieger „Sieg“ und je 1,50 € auf zwei Zweierwetten. Einsatz also 5 € pro Auswahlrennen. Niemals das Limit an Rennen oder Einsatz überziehen – und wenn der Favorit noch so Favorit ist. Es gibt diesen netten Spruch, nach welchem man „Pferde vor der Apotheke hat k... gesehen“. Daran denken. Wenn Sie mehr einsetzen wollen: eher ein Rennen mehr als einen Störenfried mehr! 3. Bestimmung der Pferde Es ist – wieder mal – sehr interessant über Quoten zu kalkulieren. Warum? Nun eine Regel muss man sich ja schaffen und eine bestimmte Quote ist allemal besser als „rote Kappe“ oder „Starke“ egal wen er reitet. Dabei ist es typisch, dass die „Angsthasen“ allen Überlegungen zum Trotz bei den Favoriten hängen bleiben. Klar ist dann, dass wenn sie gewinnen, es kaum etwas zu gewinnen gibt. Merkwürdigerweise gewinnt man bei weitem nicht so oft, wie erhofft. Ein guter Grund also die Siegquote 18 oder kleiner zu meiden, genau wie Zweierwettquoten von 32 oder ähnlichen Fehlgeburten. So kommen viele Wetter schnell zum Gegenteil. Je größer der Außenseiter, desto eher wird gewettet. Kürzlich wollte mir einer erzählen, dass er in München mal einen 1000 Sieger getroffen hat. Er hat sich dennoch geärgert, denn mit seinem Einsatz von 10 Euro hat er die Quote gedrückt.... Mein Gott, mit 10 Euro drückst du nichts! Und ohne Einsatz gewinnst Du nichts. Das er seitdem kaum noch was gewonnen hat, liegt daran, dass er nun den Traum träumt, eines Tages eine Zweierwette mit den beiden größten Außenseitern des Rennens zu treffen. Nehmen wir mal an, er muss vorher keine eidesstattliche Versicherung abgeben, so wird er mit dieser Methode sein Geld niemals wieder zurück holen. Wenn man die Favoriten auf einer gedachten Skala ganz links hinschreibt (Skalenwert 0) und die Außenseiter ganz rechts (Skalenwert 100), dann wird die Wahrheit irgendwo links von der Mitte liegen; irgendwo zwischen 25 und 50 oder 30 und 60. Und das peilen wir mal an. Ihre Wettgewohnheit in Ehren, überprüfen Sie diese! Ich rate zu folgender Strategie: Suchen Sie den wahrscheinlichen Favoriten (Sportwelt liegt da immer recht gut, wenn die Zeit es zulässt, dann erkunden Sie am Renntag ab ca. 12.00 h im Internet [z.B. goeser.de oder pferdewetten-online.de] die Festkurse. Dies sind noch bessere Parameter). Suchen Sie dann nach einem Pferd, was durchaus das Zeug hat, diesen Favoriten zu schlagen. Schauen Sie sich alle Formen an, nicht nur die Letzte. Und gucken Sie auf den Jockey beim entsprechenden Rennen und achten Sie darauf, ob der heutige besser ist. Meist lassen sich schlechte Formen auch mit schlechten Jockeis erklären. So suchen Sie, bis Sie ein Pferd gefunden haben, was Ihrer Meinung nach reelle Chancen hat, den Sieg zu verbuchen und dabei einen Quote von 40 bis 80 zahlt. Wenn die Quote höher wäre, rate ich Ihnen als Einsteiger zur Vorsicht. Möglicherweise ergab sich Ihre Beurteilung einem Fakt, der in die Kategorie Anfängerfehler fällt. Und nun kann es schon losgehen. Dieses Pferd wetten Sie mit 2 Euro auf Sieg. Im Siegfall erhalten Sie ja mindestens 8 Euro zurück und würden ggf. einen kleinen Gewinn verbuchen. Die Zweierwette konstruieren Sie wie folgt: Schreiben sie auf Platz „2“ das eben ausgesuchte Pferd. Nun suchen wir noch zwei weitere: Wenn Sie nicht gerade zwei weitere Pferde bei Ihrer intensiven Suche gefunden haben, die Sie unbedingt einbauen wollen, so müssen Sie ein Pferd aussuchen. Das zweite Pferd wäre generell der Favorit. Diese beiden Pferde schreiben Sie also auf Platz „1“ und geben diesen Schein für 3 Euro ab. Wie sieht Ihre ZweierwettQuote im Gewinnfall aus? Nun Sie merken sich mal die Quote 16. Wenn der Sieger oder der Zweite „16“ zahlen, dann zahlt die Zweierwette meist genausoviel wie das andere Pferd auf Sieg zahlt. Beispiel der Sieger zahlt 16, der zweite hätte 80 gezahlt. Rechnen Sie damit, dass die Zweierwette ebenfalls 80 zahlt. Sonst können Sie die beiden Zahlen multiplizieren und durch 10 teilen und haben in etwas die optimistischte Quote heraus, die kommen könnte. Meist gibt es etwa weniger. Ergebnis: Sie werden viele Wetten um die 200 treffen und sehr viel Sieger. 4. Bestimmte Rennen meiden Natürlich gerät man in Versuchung, gerade die Rennen zu bewetten, bei denen wenig Pferde laufen. Gerade da scheint es ja einfach zu sein. Wenig Pferde zu vergleichen, wenig Störungen im Rennverlauf. Da müsste man doch dauernd treffen. Leider falsch. Das liegt daran, dass normale Rennen einen Pacemaker brauchen. Und genau das gibt es in Rennen mit 8 oder mehr Pferden. Bei weniger Startern kann und wird es natürlich auch mal Pacemaker geben, aber grundsätzlich sträubt sich ein guter Jockey bei so wenig Pferden die Pilotenrolle zu übernehmen. Deshalb ist meine Empfehlung: Zweier und Dreierwetten erst ab 8 Pferden! Da ist zwar eine Störung denkbar, aber beileibe nicht so häufig, wie man denkt. Meist finden die Jockeis wahrend der ersten Rennphase ihre Wunschposition und können so bis zur Einlaufgeraden mehr oder weniger ruhig gehen und müssen „nur“ warten, bis ihre Stunde (Sekunde soll sogar noch erfolgreicher sein) gekommen ist. So und nun viel Erfolg all denen, die in etwa das gleiche Problem wie dieser Leser haben und von nun an nur noch hatten! |