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Bevor ich in die Thematik “Strategie” einsteige, etwas Theorie! Die nachfolgende Tabelle zeigt Ihnen die theoretischen Quoten für alle Wettarten. Um es anders und deutlich zu sagen: die theoretische Quote ist die Quote, die gezahlt werden würde, wenn auf alle denkbaren Wetten der gleiche Einsatz entrichtet werden würde. Ich möchte Ihnen einmal deutlich machen, welche ganz erhebliche Auswirkung die Anzahl der Starter auf die Quote hat. Vor allem wird damit deutlich, dass es selten lohnend ist, wenn man eine DW bei 6,7 oder 8 Startern riskiert. Natürlich sind dies nur theoretische Quoten und haben ihre natürliche Höchstgrenze an der Summe der Ausschüttung. Ist die DW Quote von fast 100.000 bei 24 Pferden noch realistisch, so ist die bei der Viererwette bei den heute begrenzten Einsätze mehr als Theorie. Praktisch ist aber 200.000 bis 500.000 denkbar. So wird beim ersten Renntag in Hannver eine Quote von 200.000 in der Viererwette (Jackpot 7.000 € plus 13.000 € angenommener Neu-Einsatz) im Bereich des Möglichen sein, wenn diese Wette nur von einem Wetter getroffen wird. (Geben Sie sich keine Mühe, ich habe mich zuerst gemeldet!)
Hier folgen jetzt die ersten beiden Folgen der Wettstragie a. Auswahl der Pferde b. Begrenzte finanzielle Mittel Die Strategie bei der Pferdeauswahl (Auswahl der Pferde) Für den Einen ist es Munition, für den Anderen Zündstoff „Normalerweise“ sucht der Wetter seine Pferde Rennen für Rennen aus und träumt davon, eines Tages mal alle Sieger eines Renntages zu treffen. Irgendwann wird er dann als Ziel in Angriff nehmen, wenigstens am Ende des Renntages mehr Geld in Empfang genommen zu haben, als ausgegeben. Das gelingt auch Ihnen, wenn Sie jede 1-Euro Wette mit einem Hunderter bezahlen und dies beim nächsten Rennen wiederholen. So haben Sie bei 8 Rennen exakt 8 Euro ausgegeben aber 792 Euro wiederbekommen. OK, OK, ich werde wieder ernst. Hier denn dann die Preisfrage: machen Sie es genau so oder haben Sie eine Strategie bei der Auswahl der Pferde? Wie meinen? Anders geht es doch nicht! Na? Die einen sagen so, die anderen so. Kennen Sie meine Vorliebe für Statistik? In früheren Büchern () hatte ich aufgesogen, dass etwas mehr als 30% der Favoriten die deutschen (!) Galopprennen gewinnen. Ob das heute auch noch so ist? Nein! Diese Erhebung basierte auf Daten, die aus den Zeiten stammt, wo es keinen Elektronentoto gab. Das heißt, wer Favorit wird, ergab sich zu fast 100% aus dem Tipp der Fachzeitung (Sportwelt). Heute kann man den Totoverlauf einsehen und so am Verlauf orientiert bewusst eben nicht auf den Favoriten wetten. Oder man sieht bei genauer Hinsicht, dass auf ein bestimmtes Pferd kurzfristig ein größerer Geldbetrag eingesetzt wurde, oder, oder, oder. So kommt es heute vor, dass drei Favoriten für 44 notiert werden oder innerhalb einer Bandbreite von 2 Punkten. Dieses ist Ursache, dass heute nicht mehr so viel Favoriten gewinnen, wie vor 40 Jahren (Zeitpunkt der damaligen Erhebung). Ich hatte dies letztmals vor 6, 7 Jahren untersucht und festgestellt, dass die Favoriten kaum mehr als 20% der Sieger ausmachen. Entgegen wirkt die Quotenhöhe. Diese ist in etwa in gleichem Maße höher als früher. Ich bin zwar kein Sieg-Wetter, doch beschäftigte ich mich aus vielerlei Gründen mit dieser Frage. Den letzten Test machte ich Ende 2004 bis Anfang 2005. Und damit dieser Test so realistisch wie möglich ist, spielte ich im Internet bei dem Winterkönig-Spiel mit. Und ich kann Ihnen sagen: es funktioniert. Soviel zur Vorrede. Im Folgenden werde ich Ihnen zwei Strategien vorstellen, die ich erfolgreich – und nachweisbar – angewandt habe. Eines ist die Strategie der Siegwetten-Auswahl und die andere die der Dreierwettenstrategie - die übrigens durchaus und nicht so selten, in einem und denselben Rennen, mit unterschiedlichen Siegern operieren. Die Siegwetten-Strategie Ich kenne Sie ganz genau! Nicht erschrecken, ich sitze in Ihrem Ohr (fragen Sie Ulrich Roski, der kennt mich auch, den kleinen Mann im Ohr). Sie sind wieder mal zu faul eine Statistik aufzubauen. Deshalb sage ich es Ihnen. An einem durchschnittlichen Renntag von 8 Rennen gewinnt ein Sieger zur Quote von kleiner 24 (Mittel 18), 2 von 25-49 (Mittel 37), 4 von 50-80 (Mittel 62) und 1 von über 80 (Mittel 120). Sehen Sie schon etwas? Wenn Sie an diesem Tag nur die Favoriten wetten, bezahlen Sie 8 (mal 10 Euro) und bekommen einmal um die 18 und einmal um die 37, also 55 Euro zurück, nur wenn drei Favoriten „kommen“ strahlen Sie. Wenn Sie nun sagen, zwei Sieger sind wenig, Sie schaffen mehr, dann sind Sie gut und brauchen nicht weiter lesen. Klicken Sie links einen Reiter an. Für alle anderen, welche die Siegwette bevorzugen und in der Summe des Rennjahres nicht gewinnen gilt: weiter lesen und austesten. Step 1 – Bouquet Ich mache mir in jedem Rennen ein Bouquet von möglichen Siegern. Dabei wähle ich immer, ich betone immer!, mindestens zwei Pferde und notfalls alle Starter des Rennens aus. Und so machen Sie es jetzt auch. Lassen Sie bitte zu dieser Zeit nur absolute „Killer-Faktoren“ in Ihre Überlegung einfließen. Was Killerfaktoren sind, will ich nicht für Sie festlegen. Ich warne vor solchen Faktoren wie angebliche Abneigung für bestimmte Böden oder Distanzen. Es gibt zwar solche Faktoren, aber ich erinnere mich an ein deutsches Gruppepferd (Protektor! Es ist mir gerade eingefallen), welches angeblich “guten“ Boden nicht kann. Und dann gewann er (mindestens) zwei Rennen auf gutem Boden. Jockeys? Wenn Sie sicher sind, dann können Sie diesen Killerfaktor anwenden. Dieses machen Sie mit allen Rennen so und haben dann ein Bouquet aus allen Chancen (wenn Sie also einen guten Tag haben, dann sollten Sie nun 100% Sieger parat haben). Nun beginnt die Überlegung. Wenn Sie auch nur einen Renntag keinen Sieger treffen, dann wird es verdammt schwer, dieses am folgenden Renntag zu kompensieren - siehe Einleitung. Damit kämen Sie immer mehr in die Zwangslage, die extremsten Außenseiter zu wetten und irgendwann sind auf der Mondseite (Diese Metafer gefällt mir selber. Kam mir gerade so). Also müssen Sie schauen, dass Sie erst einmal einen Grundstock (im Step 3) von Gewinnen einfahren und über einen (oder mehrere) Außenseiter auf die Sonnenseite zu kommen. Und so entwickelte ich die Strategie, also Grundstock plus Chancen. Von nun an legen Sie die Sieger fest – Auswahl nicht aus allen Startern, sondern ausschließlich aus Pferden Ihres Bouquets. Aber bitte: Oberster Grundsatz ist nur ein Pferd je Rennen. Step 2 - „Bockpferde“ (Pferde, von deren Sieg wir überzeugt sind) Die erste Sichtung soll verhindern, dass am Ende eines unserer Bockpferde gewinnt und wir uns in der Technik verfangen haben. Wenn unsere Bockpferde nicht erlaubt sind, dann sollten wir aufhören zu wetten! Schreiben Sie also Ihre Bockpferde auf den Zettel. Bockpferde dürfen nicht mehr angefasst werden, besser gesagt, die Rennen mit Bockpferden sind „geschlossen“. Wenn Sie nun genau so viel Bockpferde haben, wie Rennen, sind Sie fertig. Dieses sollte auf Dauer allerdings nur dann passieren, wenn Sie in der Summe aller Wetten gewinnen. Dann gehen Sie sofort auf Start und lesen nicht weiter. Step 3 - Favoritensuche Sie suchen sich im Quervergleich aller „offenen“ Rennen die drei Sieger/ Favoriten heraus, die (voraussichtlich) in die zweite Gruppe (25-49) passen und Ihrer Meinung nach „unschlagbar“ sind. Wenn Sie im ersten Atemzug mehr oder weniger als 3 Sieger ausgesucht haben, macht nichts, wir kommen darauf zurück im Step 6. Aber alles der Reihe nach. Step 4 (kein Pari-Favorit) Untersuchen Sie das Rennen mit dem vermeintlichen Pari-Favoriten (Pari = 20, also die erste Gruppe). Es lohnt ja eigentlich im Sinne unserer Strategie nicht, 10 Euro einzusetzen und nur 8 oder gar weniger zu gewinnen. Gerade in diesen Rennen bietet der zweite Favorit bzw. bieten die anderen Pferde unheimlich gute Quoten. Ich muss da an das (zweite) Gewinnspiel des Bremer Rennvereines denken. Man hatte pro Renntag zwei Sieger zu tippen. Da suchte man vor allem die „Sicheren“. Am zweiten Spieltag hatte kein einziger Tipper beide Sieger getroffen, am vierten nur Einer oder konkret Eine. Das waren genau die beiden Renntage, an denen es drei bzw. zwei Favoriten gab, die weniger als 20 zahlten und keiner dieser Favoriten siegte. Am Ende teilten sich zwei Personen den ersten Preis (die besagte, mir nicht ganz unbekannte Dame und ein mir unbekannter Herr); den dritten Preis teilten sich über 20 Personen - unter anderem eine Frau Kappes... Also meine Empfehlung: diesen Favoriten links liegen lassen und das Pferd wählen, welches wahrscheinlich ohne den Favoriten gewinnen würde. Step 5 - Außenseiter Untersuchen Sie nun die anderen „offenen“ Rennen danach, welche der Nicht-Favoriten (Gruppe 3 und 4) die besten Chancen haben. Achten Sie bitte nun ganz besonders auf die Jockeys. Hier sind ausschließlich die Jockeys gefragt, die ihre Klasse bewiesen haben. Es darf gerne Subi, Mini, de Vries, Richter, Panov , Mundry, Pedroza oder Starke sein. Aber auch aktuell erfolgreiche – vielleicht noch nicht gehandelte – Nachwuchsreiter oder die regionalen Größen (z.B. Kerekes) sein, Letztere gerade auf den nicht West-Bahnen! Meiden Sie andere Jocikeys/ Reiter! Step 6 - Jockey Nun prüfen Sie noch einmal, ob aus dem Step 3 noch ein Defizit besteht. Dann müssen Sie noch einmal den Step 3 mit dem Step 5 quer lesen und versuchen, eines der Pferde aus Step 5 gegen den vermeintlichen Favoriten auszutauschen. Haben Sie aus Step 3 ein Pferd zuviel, eliminieren Sie eines und suchen eines nach Step 5 aus. Wichtig! Dieser Step hängt vor allem am Jockey! Beim möglichen Austausch eines Pferdes der Gruppe 3 (5) gegen eines der Gruppe 5 (3) geht es um den besseren (!) Jockey. Das allein ist unser Kriterium. Am Ende haben Sie dann wohl den schwächsten Jockey aus ihrer Vorauswahl gestrichen und damit die Endauswahl. Variante Step 5 in zwei Steps teilen, wobei Sie einen aus der Gruppe 4 nehmen und die restlichen aus Gruppe 3. Start Nun geben Sie die Tipps sofort ab, also noch vor dem ersten Rennen. Nehmen Sie nicht mehr Geld mit, als Sie für die ein, zwei Zusatzwetten, die Sie ich entgegen meinem Rat gönnen, brauchen. Nicht, dass Sie an nach zwei, drei Pannen nun die Wetten mit weiteren Pferden dekorieren – die Mondseite kommt schnell näher. Viel Glück – und bitte nicht weitersagen, denn zu viele Wetter mit dieser Strategie machen die Quoten kaputt! Übrigens: Wenn Sie der Strategie (noch) nicht trauen, probieren Sie es kostenlos aus. In den Internetforen kann man jederzeit in die (gratis!) Spiele einsteigen. OK, Sie werden nicht mehr Gesamtsieger, aber der Tagessieger oder eine der vorderen Platzierungen ist doch sehr interessant. Am Ende haben Sie zwei Dinge erreicht: Klangrue oder die anderen Spielleiter freuen sich über eine hohe Beteiligung und Sie wissen, ob Sie mit der Strategie klarkommen oder können an ihr feilen – oder links liegen lassen. Alles nach Ihrer eigenen Überzeugung! Festquoten? Wer kann schon die möglichen Quoten vorhersagen? Das ist keine leichte Aufgabe. Jener, der die Möglichkeit hat, an die Festquoten der Buchmacher zu kommen, ist klar im Vorteil. Die Quoten stimmen zwar auch nicht immer (sind bei Favoriten oft etwas zu hoch = Anreiz) und bei Außenseitern zu gering (Sicherheitsspanne), bieten aber gute Orientierung. Diese Quoten sind im Allgemeinen erst ab 12.00h zu erfahren. Orientieren Sie sich also vorher über die Starter und beschränken sich auf Step 1, sprich legen das Bouquet fest und auf Step 2, also suchen Sie Ihre Bockpferde. Mit den (Fest-) Quoten fällt die Endauswahl dann etwas leichter und beansprucht nicht mehr allzu viel Zeit für die Steps 3-6, so dass Sie noch rechtzeitig zur Bahn kommen . |
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Das kleine 1x1 der Dreierwette: Wettstrategie (begrenzte finanzielle Mittel) Nürnberg, 01. Februar 2006 |