Checkliste?
Neue Leser fragen mich, ob es eine Art Checkliste gibt. Oder ob ich alle meine Tipps auch so wette, ob ich die grosse und die kleine DW selber anwende. Nun, hier ein paar Hinweise, die nicht nur dem Anfänger weiter helfen kann. Also zumindest mir hilft es ungemein!

Checkliste:
1. Bevor Sie irgend ein Pferd anschauen, schauen Sie mal, wieviel Starter in welchem Rennen laufen. Wenn mehr als 9 Pferde laufen, dann ist die Quote möglicherweise besonders attraktiv. Hier notiere ich mir 10 Punkte.

2. Nun suche ich die Ausgleiche und gebe wieder 10 Punkte, die Altersgewichtrennen bekommen 5 Punkte

3. Nun schaue ich mir die Rennen an und notiere zu den Rennen, bei denen ich eine Siegquote von über 40 erwarte (Nicht-Favorit) 5 Punkte und bei den Rennen 80- 100 10 Punkte, Rennen mit “meinen Sieger mit über 100-Quote bekommen 20 Punkte.

4. Nun schaue ich mir die Jockeys an und gebe bei guten Jockeys auf “meinem Pferde” noch einmal 10 Punkte.
5. Nun verteile ich den gemeinten Einsatz entsprechend den Punkten auf die Rennen.

Offen gesagt, ich vergebe keine Punkte, aber im Grunde genommen gehe ich rein intuitiv genau so vor. Die Tests mit dem Punktsystem kommen ziemlich genau auf das, was ich am Ende wirklich mache.

Nur machen Sie dies nicht auf allen Bahnen. Ihre Heimatbahn ist Pflicht; Köln zu empfehlen. Und wenn Sie in allen Rennen unbedingt wetten müssen, machen Sie 3 Euro Sieg oder so....

Mein Einsatz:
Nein, da erfahren Sie nichts über Beträge. Sonst kürzt mein Chef mir mein Gehalt, anstatt die längst überfällig Gehaltserhöhung zu gewähren (Mathematiker brauchen meist 24 Monate, bis die Worte über das Zahlenregister in Zahlen konvertiert werden, aber dann multiplizieren sie mit 5...)

Aber zwei Dinge erfahren Sie:
1. ich wette lange nicht in allen Rennen. Nur wenn - ähnlich der Checkliste - das Rennen Reichtümer verspricht, setzte ich ein.
2. Ich wette immer die kleine, und wenn die Quote über 2.000 verspricht, dann auch die großeDW. Da bei über 9 Pferden die DW fast immer über 2.000 zahlt tippe ich die gDW also in den Rennen in denen ich wette komplett. Manchmal erweitere ich die kleine DW auf 5 Kombipferde, wenn es auf der Zunge liegt.

Noch nicht satt? Wenn Hannover die DW nicht anbietet, dann mache ich ausschließlich Buchmacher-Wetten. Motto: Wie Du mit mir nicht spielen wilslt, dann will ich auch nicht.... Was ist es auch für ein Schwachsinn, eine ganze Wettgemeinde auszuschliessen. Wenn ich die “gemeinte” DW auf VW umkalkuliere, dann kostet mir die kleineDW nicht 12 Euro, sondern als VW 72 € (bei 15 Pferden, weil 12 Wetten bis zum Platz 3 und dann “alle dran” - bleiben 12 also 12*12=144 sind 72 €. Nicht so ganz verstehe ich, warum die Bukis dann nicht offiziell eine DW nach Muster der französichen DW anbietet (obwohl meine Formel aus dem Quotenhit gerechter wäre).

Bevor ich in die Thematik “Strategie” einsteige, etwas Theorie! Die nachfolgende Tabelle zeigt Ihnen die theoretischen Quoten für alle Wettarten. Um es anders und deutlich zu sagen: die theoretische Quote ist die Quote, die gezahlt werden würde, wenn auf alle denkbaren Wetten der gleiche Einsatz entrichtet werden würde. Ich möchte Ihnen einmal deutlich machen, welche ganz erhebliche Auswirkung die Anzahl der Starter auf die Quote hat. Vor allem wird damit deutlich, dass es selten lohnend ist, wenn man eine DW bei 6,7 oder 8 Startern riskiert. Natürlich sind dies nur theoretische Quoten und haben ihre natürliche Höchstgrenze an der Summe der Ausschüttung. Ist die DW Quote von fast 100.000 bei 24 Pferden noch realistisch, so ist die bei der Viererwette bei den heute begrenzten Einsätze mehr als Theorie. Praktisch ist aber 200.000 bis 500.000 denkbar. So wird beim ersten Renntag in Hannver eine Quote von 200.000 in der Viererwette (Jackpot 7.000 € plus 13.000 € angenommener Neu-Einsatz) im Bereich des Möglichen sein, wenn diese Wette nur von einem Wetter getroffen wird. (Geben Sie sich keine Mühe, ich habe mich zuerst gemeldet!)

Starter

Sieg

Zweier

Dreier

Vierer

Platz

Platzzwilling

Starter

 

 

 

 

 

 

 

2

3

22

45

45

 

 

 

3

4

30

90

180

180

15

15

4

5

37

150

450

900

18

25

5

6

45

225

900

2.700

22

37

6

7

52

315

1.575

6.300

17

52

7

8

60

420

2.520

12.600

20

70

8

9

67

540

3.780

22.680

22

90

9

10

75

675

5.400

37.800

25

112

10

11

82

825

7.425

59.400

27

137

11

12

90

990

9.900

89.100

30

165

12

13

97

1.170

12.870

128.700

32

195

13

14

105

1.365

16.380

180.180

35

227

14

15

112

1.575

20.475

245.700

37

262

15

16

120

1.800

25.200

327.600

40

300

16

17

127

2.040

30.600

428.400

42

340

17

18

135

2.295

36.720

550.800

45

382

18

19

142

2.565

43.605

697.680

47

427

19

20

150

2.850

51.300

872.100

50

475

20

21

157

3.150

59.850

1.077.300

52

525

21

22

165

3.465

69.300

1.316.700

55

577

22

23

172

3.795

79.695

1.593.900

57

632

23

24

180

4.140

91.080

1.912.680

60

690

24

Bitte Copyright beachten! Copyright Holger Mußwitz

Hier folgen jetzt die ersten beiden Folgen der
          
Wettstragie
               a. Auswahl der Pferde
               b. Begrenzte finanzielle Mittel

Die Strategie bei der Pferdeauswahl (Auswahl der Pferde)
Für den Einen ist es Munition, für den Anderen Zündstoff
„Normalerweise“ sucht der Wetter seine Pferde Rennen für Rennen aus und träumt davon, eines Tages mal alle Sieger eines Renntages zu treffen. Irgendwann wird er dann als Ziel in Angriff nehmen, wenigstens am Ende des Renntages mehr Geld in Empfang genommen zu haben, als ausgegeben. Das gelingt auch Ihnen, wenn Sie jede 1-Euro Wette mit einem Hunderter bezahlen und dies beim nächsten Rennen wiederholen. So haben Sie bei 8 Rennen exakt 8 Euro ausgegeben aber 792 Euro wiederbekommen.

OK, OK, ich werde wieder ernst. Hier denn dann die Preisfrage: machen Sie es genau so oder haben Sie eine Strategie bei der Auswahl der Pferde? Wie meinen? Anders geht es doch nicht! Na? Die einen sagen so, die anderen so. Kennen Sie meine Vorliebe für Statistik?

In früheren Büchern () hatte ich aufgesogen, dass etwas mehr als 30% der Favoriten die deutschen (!) Galopprennen gewinnen. Ob das heute auch noch so ist? Nein! Diese Erhebung basierte auf Daten, die aus den Zeiten stammt, wo es keinen Elektronentoto gab. Das heißt, wer Favorit wird, ergab sich zu fast 100% aus dem Tipp der Fachzeitung (Sportwelt). Heute kann man den Totoverlauf einsehen und so am Verlauf orientiert bewusst eben nicht auf den Favoriten wetten. Oder man sieht bei genauer Hinsicht, dass auf ein bestimmtes Pferd kurzfristig ein größerer Geldbetrag eingesetzt wurde, oder, oder, oder. So kommt es heute vor, dass drei Favoriten für 44 notiert werden oder innerhalb einer Bandbreite von 2 Punkten. Dieses ist Ursache, dass heute nicht mehr so viel Favoriten gewinnen, wie vor 40 Jahren (Zeitpunkt der damaligen Erhebung). Ich hatte dies letztmals vor 6, 7 Jahren untersucht und festgestellt, dass die Favoriten kaum mehr als 20% der Sieger ausmachen.  Entgegen wirkt die Quotenhöhe. Diese ist in etwa in gleichem Maße höher als früher.

Ich bin zwar kein Sieg-Wetter, doch beschäftigte ich mich aus vielerlei Gründen mit dieser Frage. Den letzten Test machte ich Ende 2004 bis Anfang 2005. Und damit dieser Test so realistisch wie möglich ist, spielte ich im Internet bei dem Winterkönig-Spiel mit. Und ich kann Ihnen sagen: es funktioniert. Soviel zur Vorrede. Im Folgenden werde ich Ihnen zwei Strategien vorstellen, die ich erfolgreich – und nachweisbar – angewandt habe. Eines ist die Strategie der Siegwetten-Auswahl und die andere die der Dreierwettenstrategie - die übrigens durchaus und nicht so selten, in einem und denselben Rennen, mit unterschiedlichen Siegern operieren.

Die Siegwetten-Strategie
Ich kenne Sie ganz genau! Nicht erschrecken, ich sitze in Ihrem Ohr (fragen Sie Ulrich Roski, der kennt mich auch, den kleinen Mann im Ohr). Sie sind wieder mal zu faul eine Statistik aufzubauen. Deshalb sage ich es Ihnen. An einem durchschnittlichen Renntag von 8 Rennen gewinnt ein Sieger zur Quote von kleiner 24 (Mittel 18), 2 von 25-49 (Mittel 37), 4 von 50-80 (Mittel 62)  und 1 von über 80 (Mittel 120). Sehen Sie schon etwas? Wenn Sie an diesem Tag nur die Favoriten wetten, bezahlen Sie 8 (mal 10 Euro) und bekommen einmal um die 18 und einmal um die 37, also 55 Euro zurück, nur wenn drei Favoriten „kommen“ strahlen Sie.

Wenn Sie nun sagen, zwei Sieger sind wenig, Sie schaffen mehr, dann sind Sie gut und brauchen nicht weiter lesen. Klicken Sie links einen Reiter an. Für alle anderen, welche die Siegwette bevorzugen und in der Summe des Rennjahres nicht gewinnen gilt: weiter lesen und austesten.

Step 1 – Bouquet
Ich mache mir in jedem Rennen ein Bouquet von möglichen Siegern. Dabei wähle ich immer, ich betone immer!, mindestens zwei Pferde und notfalls alle Starter des Rennens aus.

Und so machen Sie es jetzt auch. Lassen Sie bitte zu dieser Zeit nur absolute „Killer-Faktoren“ in Ihre Überlegung einfließen. Was Killerfaktoren sind, will ich nicht für Sie festlegen. Ich warne vor solchen Faktoren wie angebliche Abneigung für bestimmte Böden oder Distanzen. Es gibt zwar solche Faktoren, aber ich erinnere mich an ein deutsches Gruppepferd (Protektor! Es ist mir gerade eingefallen), welches angeblich “guten“ Boden nicht kann.  Und dann gewann er (mindestens) zwei Rennen auf gutem Boden. Jockeys? Wenn Sie sicher sind, dann können Sie diesen Killerfaktor anwenden.

Dieses machen Sie mit allen Rennen so und haben dann ein Bouquet aus allen Chancen (wenn Sie also einen guten Tag haben, dann sollten Sie nun 100% Sieger parat haben). Nun beginnt die Überlegung. Wenn Sie auch nur einen Renntag keinen Sieger treffen, dann wird es verdammt schwer, dieses am folgenden Renntag zu kompensieren - siehe Einleitung. Damit kämen Sie immer mehr in die Zwangslage, die extremsten Außenseiter zu wetten und irgendwann sind auf der Mondseite (Diese Metafer gefällt mir selber. Kam mir gerade so). Also müssen Sie schauen, dass Sie erst einmal einen Grundstock (im Step 3) von Gewinnen einfahren und über einen (oder mehrere) Außenseiter auf die Sonnenseite zu kommen. Und so entwickelte ich die Strategie, also Grundstock plus Chancen.

Von nun an legen Sie die Sieger fest – Auswahl nicht aus allen Startern, sondern ausschließlich aus Pferden Ihres Bouquets. Aber bitte: Oberster Grundsatz ist nur ein Pferd je Rennen.

Step 2 - „Bockpferde“ (Pferde, von deren Sieg wir überzeugt sind)
Die erste Sichtung soll verhindern, dass am Ende eines unserer Bockpferde gewinnt und wir uns in der Technik verfangen haben. Wenn unsere Bockpferde nicht erlaubt sind, dann sollten wir aufhören zu wetten! Schreiben Sie also Ihre Bockpferde auf den Zettel. Bockpferde dürfen nicht mehr angefasst werden, besser gesagt, die Rennen mit Bockpferden sind „geschlossen“. Wenn Sie nun genau so viel Bockpferde haben, wie Rennen, sind Sie fertig. Dieses sollte auf Dauer allerdings nur dann passieren, wenn Sie in der Summe aller Wetten gewinnen. Dann gehen Sie sofort auf Start und lesen nicht weiter.

Step 3 - Favoritensuche
Sie  suchen sich im Quervergleich aller „offenen“ Rennen die drei Sieger/ Favoriten heraus, die (voraussichtlich) in die zweite Gruppe (25-49) passen und Ihrer Meinung nach „unschlagbar“ sind. Wenn Sie im ersten Atemzug mehr oder weniger als 3 Sieger ausgesucht haben, macht nichts, wir kommen darauf zurück im Step 6. Aber alles der Reihe nach.

Step 4 (kein Pari-Favorit)
Untersuchen Sie das Rennen mit dem vermeintlichen Pari-Favoriten (Pari = 20, also die erste Gruppe). Es lohnt ja eigentlich im Sinne unserer Strategie nicht, 10 Euro einzusetzen und nur 8 oder gar weniger zu gewinnen. Gerade in diesen Rennen bietet der zweite Favorit bzw. bieten die anderen Pferde unheimlich gute Quoten. Ich muss da an das (zweite) Gewinnspiel des Bremer Rennvereines denken. Man hatte pro Renntag zwei Sieger zu tippen. Da suchte man vor allem die „Sicheren“. Am zweiten Spieltag hatte kein einziger Tipper beide Sieger getroffen, am vierten nur Einer oder konkret Eine. Das waren genau die beiden Renntage, an denen es drei bzw. zwei Favoriten gab, die weniger als 20 zahlten und keiner dieser Favoriten siegte. Am Ende teilten sich zwei Personen den ersten Preis (die besagte, mir nicht ganz unbekannte Dame und ein mir unbekannter Herr); den dritten Preis teilten sich über 20 Personen - unter anderem eine Frau Kappes...  Also meine Empfehlung: diesen Favoriten links liegen lassen und das Pferd wählen, welches wahrscheinlich ohne den Favoriten gewinnen würde.

Step 5 - Außenseiter
Untersuchen Sie nun die anderen „offenen“ Rennen danach, welche der Nicht-Favoriten (Gruppe 3 und 4) die besten Chancen haben. Achten Sie bitte nun ganz besonders auf die Jockeys. Hier sind ausschließlich die Jockeys gefragt, die ihre Klasse bewiesen haben. Es darf gerne Subi, Mini, de Vries, Richter, Panov , Mundry, Pedroza oder Starke sein. Aber auch aktuell erfolgreiche – vielleicht noch nicht gehandelte – Nachwuchsreiter oder die regionalen Größen (z.B. Kerekes) sein, Letztere gerade auf den nicht West-Bahnen! Meiden Sie andere Jocikeys/ Reiter!

Step 6 - Jockey
Nun prüfen Sie noch einmal, ob aus dem Step 3 noch ein Defizit besteht. Dann müssen Sie noch einmal den Step 3 mit dem Step 5 quer lesen und versuchen, eines der Pferde aus Step 5 gegen den vermeintlichen Favoriten auszutauschen. Haben Sie aus Step 3 ein Pferd zuviel, eliminieren Sie eines und suchen eines nach Step 5 aus.

Wichtig! Dieser Step hängt vor allem am Jockey! Beim möglichen Austausch eines Pferdes der Gruppe 3 (5) gegen eines der Gruppe 5 (3) geht es um den besseren (!) Jockey. Das allein ist unser Kriterium. Am Ende haben Sie dann wohl den schwächsten Jockey aus ihrer Vorauswahl gestrichen und damit die Endauswahl.

Variante Step 5 in zwei Steps teilen, wobei Sie einen aus der Gruppe 4 nehmen und die restlichen aus Gruppe 3.

Start
Nun geben Sie die Tipps sofort ab, also noch vor dem ersten Rennen. Nehmen Sie nicht mehr Geld mit, als Sie für die ein, zwei Zusatzwetten, die Sie ich entgegen meinem Rat gönnen,  brauchen. Nicht, dass Sie an nach zwei, drei Pannen nun die Wetten mit weiteren Pferden dekorieren – die Mondseite kommt schnell näher.

Viel Glück – und bitte nicht weitersagen, denn zu viele Wetter mit dieser Strategie machen die Quoten kaputt!

Übrigens: Wenn Sie der Strategie (noch) nicht trauen, probieren Sie es kostenlos aus. In den Internetforen kann man jederzeit in die (gratis!) Spiele einsteigen. OK, Sie werden nicht mehr Gesamtsieger, aber der Tagessieger oder eine der vorderen Platzierungen ist doch sehr interessant. Am Ende haben Sie zwei Dinge erreicht: Klangrue oder die anderen Spielleiter freuen sich über eine hohe Beteiligung und Sie wissen, ob Sie mit der Strategie klarkommen oder können an ihr feilen – oder links liegen lassen. Alles nach Ihrer eigenen Überzeugung!

Festquoten?
Wer kann schon die möglichen Quoten vorhersagen? Das ist keine leichte Aufgabe. Jener, der die Möglichkeit hat, an die Festquoten der Buchmacher zu kommen, ist klar im Vorteil. Die Quoten stimmen zwar auch nicht immer (sind bei Favoriten oft etwas zu hoch = Anreiz) und bei Außenseitern zu gering (Sicherheitsspanne), bieten aber gute Orientierung. Diese Quoten sind im Allgemeinen erst ab 12.00h zu erfahren. Orientieren Sie sich also vorher über die Starter und beschränken sich auf Step 1, sprich legen das Bouquet fest und auf Step 2, also suchen Sie Ihre Bockpferde. Mit den (Fest-) Quoten fällt die Endauswahl dann etwas leichter und beansprucht nicht mehr allzu viel Zeit für die Steps 3-6, so dass Sie noch rechtzeitig zur Bahn kommen

.

Das kleine 1x1 der Dreierwette:
(Warnung: dieser Beitrag ist nicht für Leuten mit zartem Gemüt und Leser unter 18 Jahren geeignet...)
Sie müssen sich immer 1 vor Augen halten: in jedem 2ten Rennen zahlt die 3erwette weniger als tausend. Deshalb wetten Sie einfach nur auf die anderen Rennen mit dem doppelten Einsatz - also ohne Mehreinsatz. Damit haben Sie gute Aussichten den Gewinn zu ver4fachen und können sich an 5 Fingern abzählen, dass sich dieses auf Ihre Stimmung auswirkt, wie z.B. auf Ihr 6leben - von nun an an 7 Tagen die Woche. Sie sollten allerdings 8 geben, dass sie zu Hause nach 9 Monaten keine 10 kleinen Negerlein haben.
Copyright dieser Geschicht übrigens wie alles auf meinen Seiten bei mir (Holger Mußwitz)
Die Dreierwette-Strategie
Auch wenn die Geschichte vorab ein klein wenig albern klingt, sie hat Ihren Sinn. Denken Sie darüber nach. An anderer Stelle hatte ich ja schon einmal darauf hingewiesen, dass es 12 Wetten immer 12 Euro kosten, egal was es zurückgibt. Ich werde - voraussichtlich - meine Wettvorschläge auf die Rennen beschränken, bei denen ich von einer DW über 1000 ausgehe.

Und dann noch eine wichtige Erkenntnis. Bei der Siegwette war ja Ausgangspunkt, dass es so gut wie uneinholbar ist, wenn man einen Renntag total in den Sand setzt. Deshalb der Mix aus Chancen und Risiken.

Anders bei der Dreierwette. Wenn wir einmal in einem Monat eine 5-stellige DW treffen, sind wir auf der Siegerstraße. Wenn es dann so richtig floppt (im Sinne von fluppt – der, den ich meine, versteht was ich meine, dann ist der BMW schon bestellt. So ein X5 kostet doch nur 45.000 Euro). Deshalb darf die Strategie auch an anderen Faktoren aufgehängt sein, als am Sieger!

Ich bin noch unentschlossen, wann ich hier weiter ausführe. Die wichtigsten Infos stehen schon da: Sieger bei DW kann ungleich Sieger Siegwette sein und das Geld auf die Rennen konzentrieren, bei der die Quote einen bestimmten Standard erreicht.

Wettstrategie (begrenzte finanzielle Mittel)                                            Nürnberg, 01. Februar 2006
Eisschollen

Kürzlich flammte die Diskussion wieder auf. Ich gebe einen Tipp, der in der Einlaufwette (Zweierwette am 28.01.2006 im 4. Rennen) 3.245:10 zahlt. Viele Leser berichteten mir von ihrem Pech. Tippen doch ständig meine Tipps und dann haben sie genau diese Wette nicht gemacht. Oder hatten gerade Pause gemacht, oder weil halt oder wenn und aber.

Natürlich finde ich das auch ärgerlich. Aber was kann man dagegen machen? Nun, auch hier denke ich, es gibt natürlich keine Garantie, mit Wetten Geld zu verdienen. Aber mit einer vernünftigen Strategie kommt man da sicher weiter. Wie kann diese Strategie aussehen? Einige der Leser berichten mir, dass sie „immer“ Zweierwetten (oder Dreierwetten) „spielen“ – dabei dachte ich, sie wetten. Nun gut, sie spielen also immer die DW, nur dieses Mal, da haben sie ... keine Zweierwette (Dreierwette) gemacht. Das Geld war fast alle und da dachte man, besser ich mache nun Platzzwillinge. Oder Sieg und Platz (neiiiiiin, bitte nie wieder). Eine berichtet von Siegwette 10 Euro auf den, der Zweiter wurde und Zweierkombi mit der entscheidenden „12“, ohne das Siegwettenpferd (hätte sie doch wenigstens ihre [=meine] vier an „1“ und alle fünf an „2“ gestellt, dann hätte die Zweier wenigstens den Sieg abgesichert), immerhin hatte sie in den Bahntoto gewettet. Fast genau so ein Anderer, der machte Sieg 5 Euro Festquote zu 60:10, 3 Pferde Zweier-Kombi und Vollkombi mit drei Pferden Dreier immer mit der „12“ insoweit auch voll die Zwölf getroffen – aber auch alles ohne das erhoffte Siegpferd (Nr. 6) auf 2-3 und das beim Buchmacher (was durchaus nicht verboten ist, ich komme darauf zurück).

Hierzu die Metapher, die helfen soll, in Ihrem Gedächtnis haften zu bleiben. Stellen wir uns mal einen riesengroßen See vor; meinetwegen den Bodensee. Es ist Winter und wir wollen - um Zeit zu gewinnen - über den See an unser Ziel, das liegt genau gegenüber. Es ist allerdings in den letzten Tagen wärmer gewesen und einige Eisbrecher haben das Eis in Stücke zerteilt. Viele, viele große Schollen sehen wir dort auf dem See und einige kleine. Die kleinen Eisschollen liegen in einer geraden Linie von hier zum Ziel hintereinander, ganz geradeaus. Nicht sehr dicht beieinander, aber immerhin, genau in Luftlinie. Die großen Schollen sind in Ufernähe, liegen dicht beieinander, aber damit auch nicht viel kürzer als der Weg außen herum am Ufer. Etwas weniger Wegstrecke, aber auch glatt, da kann man leicht ausrutschen. Ob am Ende ein (Zeit-) Gewinn herauskommt, ist ungewiss, aber durchaus denkbar.

Der gerade Weg ist gefährlich. Wir müssen von Scholle zu Scholle springen und eines ist klar, wir werden verdammt oft daneben treten und damit im kalten See liegen. Aber der Weg ist kürzer – wenn wir Pech haben, dann fallen wir so oft hinein, dass wir nicht schneller waren, als wenn wir gleich an Land geblieben wären; dazu ist das Risiko verschnupft zu sein, nicht gering. Doch wenn wir Glück haben, dann schaffen wir einige Sprünge auf die Scholle. Zwischendurch brauchen wir vielleicht mal ein Taschentuch, haben aber 10, 20 oder mehr Prozent an (Zeit-) Gewinn verbucht.

Tja, am Ende dieser Metapher kommen wir in die Realität zurück und vergleichen mal. Ich kann ganz weit herumgehen, um die Pferderennen, und habe am Ende nichts verloren. Ganz sicher nicht. Aber ich habe auf keinen Fall Gewinn und hatte vielleicht auch wenig Spaß ; könnte ja sein. Denn Eishüpfen bringt doch Spaß, oder? Ich kann natürlich in Ufernähe längs hüpfen, auf den großen Schollen. Also meine Sieg- oder Platzwette spielen – oder wetten. Na schön, wenig Risiko, aber auch am Ende wenig Gewinn, wenn ich Pech habe, dann bin ich einige Male mehr ausgerutscht, als ich dachte. Na ja, wie beim richtigen Wetten. Da trifft man ja möglicherweise auch weniger Sieg- oder Platzwetten als einem lieb ist; aber man wird sicher einige oder einige mehr treffen. Ob und wie hoch der Gewinn ist, wir werden sehen. Spaß, ja Spaß hatten wir auch. Immerhin hatten wir ja (fast) täglich Recht, sprich einen Sieger oder mehr getroffen. Was dabei rum kam, man weiß es vorab nicht. Zum neuen X5 reicht es mit Sicherheit nicht (solange BMW Rennen in Deutschland sponsert, so lange mache ich Schleichwerbung – haha, IF: Scherz!!!! Nix von wegen: Musswitz dreht schon wieder durch, es dreht der X3 durch, auf allen 4 Rädern).

Die kleinen Eisschollen, Sie haben es sich gedacht, nicht wahr, dass sind unsere Dreier- oder meinetwegen auch Zweierwetten. Eines ist uns beim Start schon klar, wir werden einigen Mal, ja sogar häufiger ins Wasser fallen, verdammt oft. Sprich unsere Wette wird nicht treffen. Natürlich wird die Nase bei soviel kaltem Wasser ab und zu mal triefen – bei der Wette werden wir ob des einen oder anderen Verlustes auch mal verschnupft sein (“Tempo“-Tuch nehmen; ganz alte Leser wissen: ebenfalls Automarke, früher Riesenlager bei HH-Harburg !!!). Aber dann schaffen wir mal den Sprung auf eine Scholle und haben Zeit gewonnen. Mal mehr mal weniger – beim Wetten treffen wir genau so – mal eine mittlere, mal eine große Quote. Und so weiter und so weiter.

Und nun wieder zurück zur Metapher. Das Dümmste, was unserem Einshüpfer passieren kann ist, dass er zwei, drei oder vier Schollen verpasst hat und deshalb dann doch den Weg über die großen Schollen nimmt. Eines ist nun sicher, die bisherige Chance auf Zeitgewinn, die hat er vertan, es hat sich in Verlust umgekehrt, wenn er nicht schon am Anfang genug Zeit gewonnen hatte – in diesem Fall vergibt er nur die Chance auf weiteren Zeitgewinn. Ohne bisherigen Zeitgewinn, kann er zwar in Zukunft den Zeitverlust möglicherweise minimieren, doch er hat kaum Chance, insgesamt besser da zu stehen, als wenn er von vornherein außen gegangen wäre. So auch beim Wechsel der Wettart. Wenn ich von der Dreierwette auf die Platzzwilling umsteige, dann müsste ich verdammt oft gewinnen, wenn ich nach vorherigem (Total-) Verlust auch nur in die Nähe von Null kommen will. Vielleicht schaffe ich es gerade noch von nun an über der roten Linie im Plus zu bleiben, OK. Das ist im Bereich des Möglichen. Reingewinn? Fast ausgeschlossen.

Einzige Chance für Sie ist nach wie vor, Sie brauchen eine Strategie. Nicht nur die Strategie was sie wetten (Dreierwette oder Platz), nicht um die Strategie wie Sie Pferde auswählen, sondern auch die Strategie wann Sie wetten – und um auf den Buchmacher zurückzukommen – möglicherweise auch wo.

Wenn ich es Recht in Erinnerung habe, dann hatten wir in Deutschland im Jahre 2005 1907 Rennen der Klasse A und teils B (wenn jemand weiß, ob und wo es Klasse C-Rennen gab, wäre ich für Hinweise dankbar). Wenn man in allen Rennen auf der Rennbahn die kleine DW gewettet hätte, dann hätte man also 22884 Euro (1907 * 12 bezahlt, wären wirklich immer mindestens 5 Pferde gelaufen). Der Gewinn wäre also nur möglich gewesen, wenn man in der Summe der getroffenen DW-Quoten 228.840 überschritten hätte. Abgesehen davon, dass meine Tipps den Einsatz um über 20% überschritten (was 2006 ff nicht zwingend auch nur so ähnlich sein müsste, denn die Leseranzahl kürzte die Quoten in 2005 schon gegenüber 2004, dies könnte sich nochmals verstärken), hatte ich auch einige Ausrutscher. Wir befanden uns einige Male im Wasser! Und immer dann, wenn der Einsatz über eine gewisse Zeitspanne hinweg mangels Einnahme Ihre Möglichkeiten überstiegen hat, dann konnten Sie nicht mehr mitwetten. Folge: wenn Sie Pech (oder keinen Mut mehr) hatten, dann haben Sie den entscheidenden Gewinn nicht mitgenommen. Dieses gilt übrigens nicht nur für den Fall, dass Sie meine Tipps nachwetteten. Das gilt genauso, wenn Sie ihre eigenen Tipps machen und diese sich eine Auszeit nehmen. Oder, um in unserer Geschichte zu bleiben, wenn Sie über einige Sprünge hinweg im eiskalten Wasser gelandet sind.

Natürlich wetten die Meisten durchgehend vom 1. bis 31. eines Monats, manche Wetter aber auch nur vom 1. bis zum 20. und dann soll es da noch welche geben, die wetten nur vom 1. bis zum 10. Gute Strategie oder Geld weg? Kann man es besser machen? Nun, im Prinzip ganz einfach. Selbstbeschneidung, Selbstbeherrschung oder wie immer Sie das nennen wollen, ist das Mittel. Wenn man nur nach äußeren Merkmalen die Einsätze steuert, verteilen sich Gewinn und Einsatz unregelmäßig. Systematische Regeln müssen her, um die Wahrscheinlichkeit der Annäherung an das Gesamtergebnis zu erreichen. Frei nach Nölle-Neumann (Allensbach Institut, Begründerin der Demoskopie) kommen wir um so näher an das Gesamtergebnis, je systematische und öfter wir mitwetten, die Wettauswahl wird signifikanter. Nur als Muster nenne ich Ihnen folgende Möglichkeiten, die Sie einzeln oder kombiniert anwenden können:

1. Wetten Sie nur in den Rennen, wo es sich lohnt (wo Sie eine DW Quote von 1.000 erwarten können, ZW 400, Sieg 40, Platz >20). Ich empfehle ja seit Anfang 2006 ganz offen einige Rennen nicht mehr, auch um aufzuzeigen, dass dieses das Gesamtergebnis verbessert. Trotzdem bekam ich Anfragen „was soll ich wetten?“ Hier meine Antwort noch mal: Nichts, in diesen Rennen wirklich nichts. Wenn ich eine realistische Chance für eine 1.000er Quote sehe, dann würde ich auch bei 5 Pferden eine DW empfehlen. Sehe ich das nicht, dann empfehle ich genau diese Wettart: Keinen Tipp abgebeben, nicht wetten!

2. Wetten Sie nur auf bestimmten Plätzen (ich empfehle Ihnen Hamburg, Hannover, Baden-Baden, Köln und die Sandbahn-Bahnen, im Osten Dresden, im Süden Frankfurt. Die anderen Westbahnen eingeschränkt. Und immer natürlich Ihre Heimatbahn. Darauf sollten Sie auf keinen Fall verzichten.

3. Wetten Sie nur bestimmte Arten von Rennen (z.B. keine Hindernisrennen und keine Rennen von 2jährigen); je nachdem ob Sie Anfänger sind oder Profi sind wetten Sie (als Nichtprofi) nur oder (als Profi) nicht Altersgewichtrennen, wetten Sie aber alle Grupperennen – soweit Regel 1 nicht zutrifft.

4. Wetten Sie nur bestimmte Rennen. Diese Regel ist für Leute, deren finanzielle Mittel beschränkt sind. Sie können oder wollen am Tag nur 20 Euro einsetzen? Wie,  das geht? Und das sogar mit DW? Nun, im Prinzip ist das gaaaaanz einfach! Sie nehmen sich 8 Euro für 8 der 9 Rennen und wetten je eine Wette (Sieg, Platz oder Zweier). Aber ein Rennen nehmen Sie, bei dem Sie die kleine Dreierwette wetten. So, wie ich sie empfehle oder besser noch Ihre eigene DW (springen Sie nicht von ihrer DW zu meiner, Sie sollten auch nicht von den kleinen runden Eisschollen auf die kleinen eckigen springen, nur weil Sie bei den runden gestürzt sind). Welches Rennen? Ja in welchem Monat sind Sie denn geboren? Im Juli? Also, weil Sie im 7. Monat geboren sind, wetten Sie die kleine DW immer im 7. Rennen. Im Dezember und es sind nur 9 Rennen? In welchem Jahr sind Sie geboren? Im Jahre 1978? Also, im 8. Rennen wetten! Oder nehmen Sie den Geburtsmonat Ihrer Frau, ledige Muttersöhnchen und ledige Frauen mit Ödipuskomplex den Geburtsmonat der Mutter, andere den Geburtsmonat des Vaters – und Waisen nehmen immer das letzte Rennen. Übrigens, genau dieses Rennen ist es, bei dem ich am häufigsten gewinne – wenn ich denn mal gewinne – so wie manche behaupten, die es besser als ich wissen... Ich weiß aber auch nicht warum.

Und, auch wenn es mir weh tut: 5. Wetten Sie beim Buchmacher, weil dort die Wette nur 50 Cents oder sogar nur 25 Cents pro Wette kostet. Immerhin haben wir alle die Chance, dass Sie eines Tages so erfolgreich werden, dass Sie es überhaupt nicht einsehen, nur die Hälfte oder gar ein Viertel des verdienten Lohnes bekommen (ich werde demnächst wohl – nach Abstimmung mit dem Leser – von ihm berichten, ihm, der einige 100 € monatlich beim Buchmacher wettet und nur wenig – im Verhältnis - auf der Bahn. Ich analysiere gerade mit ihm gemeinsam seine Wetten im Sinne einer Optimierung. Hochinteressant sage ich nur, hochinteressant!)